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mit Hedwig, einer Erbtochter des hessischen Grafen Giso’s von Gudens- berg vermählt, sein Bruder Heinrich Raspe I aber hatte nach Giso’s Tode, dessen Wittwe, welche ebenfalls Hedwig hiess, geheirathet. Lude- wig I erscheint dann an Giso’s Stelle auch unter dem Namen eines Grafen von Gudensberg, denn er hatte durch seine Gemahlin beträcht- liche Güter, namentlich auch in Hessen erlangt.
Ludewig I hatte mit seiner Gemahlin Hedwig 7 Kinder, von die- sen folgte ihm Ludewig II als Landgraf von Thüringen und Hessen (1140—1172) und wurde Ludwig der Eiserne genannt. Er vermählte sich in zweiter Ehe mit Jutta der Schwester Kaiser Friedrichs I, des Rothbarts. Zur leichteren Uebersicht von deren Nachkommen mag nun hier die Stammtafel folgen:
Landgraf Ludewig II.+ 1172.
G. 1) Kunigunde. G. 2) Jutta, Schwester des Kaisers Friedrich.
Ludewig III., Hermann I., Friedrich*) Heinrich Jutta,
Landgraf+ 1190 Pfalzgraf, dann als
erst Geistlicher,
Raspe III. Gem. Her-
auf Cypern, Landgraf dann vermählt mit aus mann III., ilım folgt sein(s. die folg. Tafel.) Luckarde, erster Ehe, Graf. v. Bruder Hermann I. G. Sophie von einer Enkelin stirbt G. 1) Gräfin N. v. Bayern. Gozmars II von kinderlos. 1170-1207.
Cleve, De Ziegenhain. 6. 2) Sophie, 3 Kinder, 1186. 1207. 1929. Wittwe des Königs darunter Ludwig IV. Waldemar von Ludwig, Sophie j 1247, Jutta 7 1220, Dänemark. Graf v. Ziegenhayn, G. Burkhardt, Burg- G. Friedrich, Graf Jutta+ 1197 starb kinderlos. graf von Magdeburg. von Brena. Dietrich? Dieser verkaufte Ihre Güter kamen Markgraf dann gegen ihren durch Kauf an
v. Landsberg.
Willen Wildungen und Keseberg und andere ihrer Güter, an Ludwig IV., den Gemahl der h. Elisabeth.
Konrad, Hochmeister des teutschen Ordens 7 1240.
Zunächst ergibt sich hieraus, dass Landgraf Friedrich nicht kin- derlos starb, ferner, dass Friedrich Antheil an Ziegenhain selbst, an Reichenbach, an Staufenberg etc. hatte und dass ihm Wildungen gehörte,
*) Friedrich kommt noch im Jahr 1175 als Propst von St. Stephan vor, er-
scheint 1186 als Graf von Ziegenhain und in einer Urkunde von 1240 wird er von seinen Erben als Comes de Wildungen et domina Lucartis uxor ejusdem(Wenck II.
Nr. CXXII) genannt, in welcher sie eine von Friedrich dem Kloster Haina gemachte Schenkung bestätigen.


