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Vorschriften über die Prüfung der Aerzte und Zahnärzte / der Kanzler des Norddeutschen Bundes ; in Vertretung: Delbrück
Entstehung
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Vorſ chriften

uͤber die

Prüfung der Aerzte und Zahnärzte.

Bundesgeſetzblatt von 1869, Nr. 34.

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27037

Auf Grund der Beſtimmung im§. 29 der Gewerbe⸗Ordnung für den Norddeutſchen Bund vom 21. Juni d. J.(Bundes⸗ geſetzblatt S. 245) hat der Bundesrath die nachſtehenden Beſchlüſſe gefaßt:

1) Zur Ertheilung der Approbationen für Aerzte und Zahnärzte für das ganze Bundesgebiet ſind nur die Central⸗ behörden derjenigen Bundesſtaaten befugt, welche eine oder mehrere Landesuniverſitäten haben, mithin zur Zeit die zuſtändigen Miniſterien des Königreichs Preußen, des Königreichs Sachſen, des Großherzogthums Heſſen, des Großherzogthums Mecklenburg⸗ h. Schwerin und in Gemeinſchaft die Miniſterien des GroßherzogthumsSachſen⸗Weimar und der Sächſiſchen Herzogthümer. 2

2) Ueber den Nachweis der Befähigung der Aerzte und Zahnärzte gelten nachſtehende Vorſchriften: d de

der

I. Verſchriften über die Prüfung der Aerzte. ufß

der

Farbkarte 41 3

Zeugniß über Ablenenn der naturwiſſenſchaftlichen Prüͤfung(tentamen physicum) an einer Univerſität des Norddeutſchen Bundes, der Nachweis, daß der Kandidat als Praktikant mindeſtens zwei Semeſter hindurch ſowohl an der chirurgiſchen, als an der medi⸗ ziniſchen Klinik Theil genommen und in einer geburtshülflichen Klinik mindeſtens vier Geburten ſelbſtſtändig gehoben hat.

§. 4. Die Prüfungen beginnen alljährlich im November und ſollen nicht über die Mitte des Juli folgenden Jahres aus⸗ gedehnt werden. Kandidaten, welche nicht ſpäteſtens bis zum Jahresſchluß ſich gemeldet und die im§. 3 erwähnten Zeugniſſe bei⸗ gebracht haben, dürfen erſt zu der mit dem folgenden November beginnenden Prüfung zugelaſſen werden. Ausnahmen hiervon können nur unter beſonderen, die ſpätere Meldung rechtfertigenden Umſtänden geſtattet werden. 1