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Promotionsordnung für die Großherzogliche Landes-Universität zu Gießen : Entwurf vom 17. November 1896 / [Großherzoglich Hessische Ludwigs-Universität zu Gießen]
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Farbkarte 13

Promotionsordnung für die Großherzogliche Laudes⸗Aniverſität zu Gießen.

Entwurf vom 17. November 1896.

5 1.

Jede Fakultät kann ihren Doktorgrad, außerdem die theologiſche den Licentiatengrad, die mediciniſche den veterinärmediciniſchen Doktor⸗ grad verleihen. Die Verleihung geſchieht auf Bewerbung oder ehrenhalber.

§ 2.

Wer ſich um einen Grad bewirbt, hat Zeugniſſe über ſeinen

Bildungsgang vorzulegen und ſich einer Prüfung zu unterziehen. § 3.

1. Wer ſich um den theologiſchen Doktor⸗ oder Licentiatengrad be⸗ wirbt, hat nachzuweiſen, daß er die Reifeprüfung an einem humaniſtiſchen Gymnaſium beſtanden und ſechs Semeſter an ſtaatlichen Hochſchulen des deutſchen Reichs oder nach Ermeſſen der Fakultät dieſen gleichzuachtenden ausländiſchen Hochſchulen Theologie ſtudiert hat.

2. Wer ſich um den juriſtiſchen Doktorgrad bewirbt, hat nachzu⸗

. Bn eprüfung an einem humaniſtiſchen Gymnaſium

meſter an ſtaatlichen Univerſitäten Rechtswiſſen⸗

den mediciniſchen oder veterinärmediciniſchen nachzuweiſen, daß er die Reifeprüfung an einem m beſtanden und die Approbation als Arzt bezw.

en philoſophiſchen Doktorgrad bewirbt, hat nach⸗ eifeprüfung an einem humaniſtiſchen oder Real⸗ er Oberrealſchule beſtanden und ſechs Semeſter in, davon mindeſtens zwei an Univerſitäten oder er, ſtudiert hat.

1s Reifezeugniß der Oberrealſchule zur Bewerbung Mathematik, der Naturwiſſenſchaften, der Forſt⸗ ndwirthſchaft, das des Realgymnaſiums nur in ſowie in Philoſophie, Deutſch, Franzöſiſch, Engliſch

die Approbationsprüfung als Apotheker, Thierarzt beſten Note beſtanden, ſo kann die Fakultät die gniſſes auf einſtimmige Empfehlung des Prüfungs⸗ n. In dieſem Falle iſt über die Zulaſſung des ier Sitzung zu verhandeln. Der Bewerber wird enn mindeſtens vier Fünftel der Anweſenden ſich

§ 4. icht Angehöriger des deutſchen Reichs, ſo kann die Stelle des in§ 3 Ziffer 1 verlangten Reifezeugniſſes ieſſen gleichwerthige Zeugniſſe annehmen. Die en von einem ſolchen Bewerber an Stelle der in ſe andere nach ihrem Ermeſſen gleichwerthige i Semeſter an Univerſitäten des deutſchen Reichs

§ 5. eht in der Prüfung der Diſſertation(§ 7) und ifung. en, juriſtiſchen und mediciniſchen Fakultät erſtreckt etreffende Geſammtdisciplin, bei der philoſophiſchen den Fächern, welche die Fakultät als Promotions⸗

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