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Umorganisation des Betriebes im Jahre 1360 unternommen wor- den. ²5⁷) Erst seit dem Jahre 1407 setzen dann die fortlaufenden Be- mühungen des Goslarer Rates ein, zu einer Neuordnung des Berg- wesens auf gewerkschaftlicher Grundlage zu gelangen und so den fast zum Erliegen gekommenen Bergbau am Rammelsberge wie- der zu beleben. Und wenn auch volle Klarheit über die Gründe der Fälschung vom Jahre 1310 und ihren Zeitpunkt noch nicht
erzielt ist, so dürften doch die von mir gegebenen Hinweise auf
einen Zusammenhang mit den EPreignissen um oder nach 1407²⁸) die Sachlage viel besser aufzuhellen imstande sein, als es mit Hilfe der Hypothesen M.'s möglich erscheint. Also auch hier ver- puffen die Angriffe M.'s in Nichts.
IV. Schluß.
Im Vorstehenden sind alle Punkte berührt, in denen M. von meiner Auffassung abweicht und in denen er mir Irrtümer oder Fehldeutungen nachgewiesen zu haben glaubt. In keinem einzigen dieser Fälle ergab sich für mich die Notwendigkeit, die bisher von mir verfochtenen Ansichten preiszugeben und den Einwendungen M.'s Rechnung zu tragen. Dagegen stellt sich das, was M. als seine eigene Meinung vorträgt, als mit so vielen Mängeln und Unklar- heiten behaftet dar, daß von irgendwie brauchbaren Erkenntnissen nicht die Rede sein kann, daß man sogar die Frage aufwerfen muß, ob hier überhaupt von einer wissenschaftlich beachtlichen Leistung gesprochen werden kann.
Wer meinen Ausführungen aufmerksam gefolgt ist, wird aus ihnen entnommen haben, daß ich nur mit Widerstreben an die mir aufgezwungene Aufgabe herangetreten bin, mich mit dem inzwi-
schen verstorbenen Gegner auseinanderzusetzen. Er wird es aber
auch begreiflich finden, daß die hieraus erwachsenden Hemmun- gen nicht so weit gehen können, unwidersprochen selbst persön- liche Verunglimpfungen hinzunehmen und andern einen Freibrief zu erteilen, die Darlegungen M.'s gegen mich als unbestreitbare Wahrheiten auszuspielen. Wer glaubt, daß ich ein zu hartes Urteil gefällt habe, dem bleibt es überlassen, die Unrichtigkeit meines Vorbringens darzutun und mich eines Besseren zu belehren.
Aber ich möchte mich nicht mit einer in erster Linie von dem Gedanken der Abwehr getragenen, also zunächst negativen Stel-
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