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werdenden Erkennung einer der verſchiedenen Arten der Entfernung eines Studirenden von der Uni⸗ verſttät tritt, nach den deßfallſigen geſetzlichen Vorſchriften der Disciplinarſtatuten, die Mitwirkung des akademiſchen Disciplinargerichtes ein.
Darmſtadt, am 14. Mai 1836.
Großherzoglich Heſſiſches Miniſterium des Innern und der Juſtiz.
du Thil. von Riffel.
Anhang zu dem amtlichen Abdrucke der akademiſchen Disciplinarſtatuten von 1835.
I. Von der Einrichtung der Bittſchriften um Stipendien auf der Landesuniverſität.
1) Die Bittſchriften um Stipendien find(nach der Verordnung vom 1. Junius 1831, Regie⸗ rungsblatt Nr. 42.) ſpäteſtens zwei Monate vor dem Schluſſe eines jeden akademiſchen Studienſeme⸗ ſters bei dem Großherzogl. Miniſterium des Innern und der Juſtiz einzureichen.
2) Der Bittſteller hat darin anzugeben:
a) ſeinen Vor⸗ und Zunamen, Alter und Geburtsort;
b) den Namen der Eltern und Wohnort derſelben mit Angabe der Bürgermeiſterei, des Kreiſes oder Landrathsbezirkes, und der Provinz;
c) den Stand der Eltern, ob dieſelben in irgend einem Dienſtverhältniſſe ſtehen oder geſtanden haben, und welche Beſoldung oder Penſion dieſelben beziehen;
d) auf welchem Gymnaſium Petent gebildet iſt, wie lange er daſſelbe beſucht, wann und mit welchen, in beglaubigten Abſchriften beizulegenden Zeugniſſen er daſſelbe verlaſſen hat;
e) welche Fachwiſſenſchaft er gewählt, wie lange er ſchon auf einer Akademie ſtudirt hat, und mit welchen, gleichfalls in beglaubigter Abſchrift beizulegenden Zeugniſſen er entlaſſen iſt; und
f) endlich iſt der Bittſchrift ein Zeugniß beizulegen, welches von dem Bürgermeiſter ausge⸗ ſtellt, von dem Kreisrath oder Landrath des Bezirkes, unter Umſtänden nach ſtattgehabter, näherer Conſtatirung der betreffenden Verhältniſſe zu beglaubigen und worin detaillirt und erſchöpfend anzugeben iſt, ob und in welchem Betrage Petent oder deſſen Eltern beweg⸗ liches oder unbewegliches Vermögen beſitzen, auch ob letztere ein Gewerbe treiben, wie viele Geſchwiſter Petent hat, wem deren Ernährung obliegt, und ob und in welchem Betrage er aus dem Vermögen oder Gewerbe der Eltern unterſtützt werden kann.


