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Verordnung, die Prüfungen der Aspiranten des Gymnasial- und Realschul-Lehramts betreffend : (Abdruck aus dem Großherzoglich Hessischen Regierungsblatt Nr. 17 vom 3. April 1876) / (L. S.) Ludwig, v. Starck
Entstehung
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Verordnung,

die Prüfungen der Aſpiranten des Gymnaſial⸗ und Realſchul⸗Lehramts betreffend.

(Abdruck aus dem Großherzoglich Heſſiſchen Regierungsblatt Nr. 17 vom 3. April 1876.)

LuDWIG III. von Gottes Gnaden Großherzog von Heſſen und bei Rhein ac. ac.

Wir haben uns bewogen gefunden, in Bezug auf die Prüfungen der Aſpiranten des Gymnaſial⸗ und Realſchul⸗Lehramts, unter Aufhebung der Verordnung vom 9. December 1868, zu verordnen und verordnen hiermit, wie folgt:

1. Prüfungsbehörde.

§ 1.

Aſpiranten des höheren Schulamts werden an heſſiſchen Gymnaſien und Realſchulen nur auf Grund einer Prüfung angeſtellt, welche ſie bei der zu dieſem Behuf eingeſetzten Prüfungs⸗Commiſſion oder bei einer anderen deutſchen als gleichberechtigt anerkannten Prüfungsbehörde be⸗ ſtanden haben. Außerdem kann eine im Auslande beſtandene Prüfung von Unſerem Miniſterium des Innern als gleichberechtigt anerkannt werden. Theologen, welche die zur Erlangung eines Kirchenamts vorge⸗ ſchriebenen Prüfungen beſtanden haben, können auf Grund dieſer Prü⸗ fungen als Religionslehrer und Lehrer der hebräiſchen Sprache an den genannten Lehranſtalten Anſtellung finden.

§ 2.:

Die Prüfungs⸗Commiſſion für Aſpiranten des höheren Lehramts hat ihren Sitz am Orte der Landesuniverſität und beſteht aus denjenigen Profeſſoren der philoſophiſchen und beziehungsweiſe der theologiſchen Facultät, welche von Unſerem Miniſterium des Innern jeweilig hierzu