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Kenntnis der Formenlehre und Syntax dieſer Sprache; Fertigkeit im Ueberſetzen und Erklären der Hauptſchriften des Alten Teſtaments.
§ 16. Prüfung im Franzöſiſchen.
Von den Kandidaten, welche die Lehrbefähigung im Fran⸗ zöſiſchen nachweiſen wollen, iſt zu fordern
a. für die zweite Stufe: Kenntnis der Elemente der Pho⸗ netik, richtige und zu feſter Gewöhnung gebrachte Ausſprache; Ver⸗ trautheit mit der Formenlehre und Syntax auf wiſſenſchaftlicher Grundlage; Beſitz eines ausreichenden Schatzes an Worten und Wendungen und einige Uebung im mündlichen Gebrauch der Sprache; Einſicht in den neufranzöſiſchen Versbau und Ueberſicht über den Entwickelungsgang der franzöſiſchen Literatur ſeit dem ſiebzehnten Jahrhundert, aus welcher einige Werke der hervorragendſten Dichter und Proſaiker, auch der neueſten Zeit, mit Verſtändnis geleſen ſein müſſen; Fähigkeit zu ſicherer Ueberſetzung der gewöhnlichen Schrift⸗ ſteller ins Deutſche und zu einer von gröberen ſprachlich⸗ſtiliſtiſchen Verſtößen freien ſchriftlichen Darſtellung in der fremden Sprache;
b. für die erſte Stufe: Für den ſchriftlichen und mündlichen Gebrauch der Sprache nicht bloß volle grammatiſche Sicherheit bei wiſſenſchaſtlicher Begründung der grammatiſchen Kenntniſſe, ſondern auch umfaſſendere Vertrautheit mit dem Sprachſchatz und der Eigen⸗ tümlichkeit des Ausdrucks, ſowie eine für alle Unterrichtszwecke aus⸗ reichende Gewandtheit in deſſen Handhabung; überſichtliche Kenntnis der geſchichtlichen Entwickelung der Sprache; ferner Kenntnis der allgemeinen Entwickelung der franzöſiſchen Literatur, verbunden mit eingehender Lektüre einiger hervorragender Schriftwerke aus früheren Perioden wie aus der Gegenwart; Einſicht in die Geſetze des fran— zöſiſchen Versbaues älterer und neuerer Zeit; Bekanntſchaft mit der Geſchichte Frankreichs, ſoweit ſie für die ſachliche Erläuterung der gebräuchlichen Schulſchriftſteller erforderlich iſt.
c. für jede Stufe. Aus dem Verlauf der Prüfung ſoll ſich auch die Beſtätigung ergeben, daß der Kandidat diejenigen Kennt⸗ niſſe in der lateiniſchen Sprache gegenwärtig hat, welche für das geſchichtliche Verſtändnis der franzöſiſchen Sprache erforderlich ſind.
§ 17. Prüfung im Engliſchen.
Von den Kandidaten, welche die Lehrbefähigung im Engli⸗ ſchen nachweiſen wollen, iſt zu fordern
a. für die zweite Stufe: Kenntnis der Elemente der Phonetik, richtige und zu feſter Gewöhnung gebrachte Ausſprache; Vertrautheit mit der Formenlehre und Syntax auf wiſſenſchaftlicher Grundlage; Beſitz eines ausreichenden Schatzes an Worten und Wendungen und einige Übung im mündlichen Gebrauch der Sprache; Überſicht über den Entwickelungsgang der engliſchen Literatur ſeit Shakeſpeare, aus welcher einige Werke der hervorragendſten Dichter und Proſaiker,


