5. Promotionsordnung für die philoſophiſche Fakultät zu Gießen.
§ 16.
Iſt die Prüfung nicht beſtanden, ſo darf der Bewerber das Zu⸗ laſſungsgeſuch einmal wiederholen. War die Diſſertation genehmigt, ſo iſt eine neue nicht erforderlich.
§ 17.
Iſt die Prüfung beſtanden, ſo hat der Bewerber Abdrücke der Diſſertation in der vorgeſchriebenen Anzahl an das Univerſitäts⸗Sekretariat abzuliefern. Hatte die Fakultät als Diſſertation eine Druckſchrift ange— nommen und die Lieferung weiterer Abdrücke erlaſſen, ſo iſt die Druck⸗ ſchrift bei den Akten zurückzubehalten.
Auf dem Titelblatt der Abdrücke der Diſſertation iſt die Jahres⸗ zahl des Druckes zu vermerken. Auf der Innenſeite des Titelblattes iſt der Name des Referenten und der Tag der Genehmigung durch das Prüfungskollegium anzugeben. Mit der Diſſertation iſt der eingereichte Lebenslauf abzudrucken.
Die Korrekturbogen nebſt Manuſkript ſind dem Referenten, Titel⸗ blatt und Lebenslanf dem Dekan vorzulegen. Ob Teile der Diſſertation fortgelaſſen oder geändert werden dürfen, hat der Referent zu entſcheiden. Die Befolgung dieſer Vorſchriften iſt durch den Dekan in den Akten zu beſcheinigen.
Die Beſtimmungen über Anzahl und Verwendung der Abdrücke der Diſſertationen werden von der Fakultät getroffen.
§ 18.
Wenn allen Vorſchriften genügt iſt, ſo beantragt der Dekan, ge⸗ mäß den Beſtimmungen des Univerſitäts⸗Statuts, bei dem Kanzler die venia promovendi. Iſt dieſe erteilt, ſo verfügt der Dekan die Aus⸗ ſtellung des Diploms.
In dem Diplom iſt die Note der Prüfung und der Titel der Diſſertation anzugeben. Das Diplom erhält das Datum des Tages, an welchem die venia promovendi erteilt worden iſt. Es wird von Rektor, Kanzler und Dekan unterzeichnet.
Mit dem genannten Tage beginnt das Recht zur Führung des oktortitels.
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§ 19.
Einem an die philoſophiſche Fakultät der Landes-Univerſität als Profeſſor berufenen Gelehrten, der den philoſophiſchen Doktorgrad nicht beſitzt, kann die Fakultät den Doktorgrad verleihen, ohne die vorſtehenden Beſtimmungen anzuwenden. Doch haben Rektor und Kanzler in der allgemein vorgeſchriebenen Weiſe mitzuwirken.
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