2. Promotionsordnung für die juriſtiſche Fakultät zu Gießen.
§ 12.
Wenn der Bewerber von der Prüfung zurücktritt oder ſich nicht zur mündlichen Prüfung ſtellt, ſo beſchließt die Fakultät, ob die Prüfung als nicht beſtanden gelten ſoll.
§ 13.
Iſt die Prüfung abgeſchloſſen, ſo erteilt der Dekan die Anweiſung zur Auszahlung der Promotionsgebühren gemäß den dafür geltenden Beſtimmungen.
§ 14.
Iſt die Prüfung nicht beſtanden, ſo darf der Bewerber das Zu⸗ laſſungsgeſuch einmal wiederholen. War die Diſſertation genehmigt, ſo iſt eine neue nicht erforderlich.
§ 15.
Iſt die Prüfung beſtanden, ſo hat der Bewerber Abdrücke der Diſſertation in der vorgeſchriebenen Anzahl an das Univerſitäts⸗Sekre⸗ tariat abzuliefern. Hatte die Fakultät als Diſſertation eine Druckſchrift angenommen und die Lieferung weiterer Abdrücke erlaſſen, ſo iſt die Druckſchrift bei den Akten zurückzubehalten.
Auf dem Titelblatt der Abdrücke der Diſſertation iſt die Jahres⸗ zahl des Druckes zu vermerken. Auf der Innenſeite des Titelblattes iſt der Name des Referenten und der Tag der Genehmigung durch die Fakultät anzugeben. Mit der Diſſertation iſt der eingereichte Lebens⸗ lauf abzudrucken.
Die Korrekturbogen nebſt Manuſkript ſind dem Referenten, Titel⸗ blatt und Lebenslauf dem Dekan vorzulegen. Die Befolgung dieſer Vorſchrift iſt durch den Dekan in den Akten zu beſcheinigen. Ob Teile der Diſſertation fortgelaſſen oder geändert werden dürfen, hat die Fakultät auf Antrag des Referenten zu entſcheiden.
Die Beſtimmungen über Anzahl und Verwendung der Abdrücke
der Diſſertation werden von der Fakultät getroffen.
§ 16.
Wenn allen Vorſchriften genügt iſt, ſo beantragt der Dekan, ge⸗ mäß den Beſtimmungen des Univerſitäts⸗Statuts, bei dem Kanzler die venia promovendi. Iſt dieſe erteilt, ſo verfügt der Dekan die Aus⸗ ſtellung des Diploms.
In dem Diplon iſt die Note der Prüfung und der Titel der Diſſertation anzugeben. Das Diplom erhält das Datum des Tages, an welchem die venia promovendi erteilt worden iſt. Es wird von Rektor, Kanzler und Dekan unterzeichnet.
Mit dem genannten Tage beginnt das Recht zur Führung des oktortitels.
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108 §


