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Schwierigkeit abgeſehen, zur Sicherheit genauer Auffaſſung geführt haben.
In der römiſchen und griechiſchen Geſchichte, Literaturgeſchichte, der Metrik, den Alterthümern und der Mythologie müſſen die Kandidaten ſoweit orientirt ſein, daß ſie das Erforderniß ſpeziellerer Kenntniß bei den betreffenden Stellen der Klaſſiker ſelbſt wahrzunehmen und gute Hülfsmittel mit Verſtändniß zu benutzen befähigt ſind.
3) Zur Befähigung für den lateiniſchen und den griechiſchen Unter⸗ richt in den oberen Klaſſen wird erfordert Beleſenheit in den römi⸗ ſchen und griechiſchen Klaſſikern, beſonders den zum Bereiche der Gym— naſiallektüre gehörigen, gründliche Strenge in der Methode der Erklärung, Fertigkeit im ſchriftlichen und mündlichen Gebrauch der lateiniſchen Sprache, grammatiſche Korrektheit in ſchriftlicher Anwendung der grie— chiſchen Sprache. Die Kenntniß der lateiniſchen und griechiſchen Gram⸗ matik muß in wiſſenſchaftlichen Zuſammenhang gebracht ſein. In den Disziplinen der Literaturgeſchichte, der Metrik und der Alterthümer iſt zu erfordern, daß der Kandidat eine Grundlage ſicherer Kenntniſſe ſich mit Verſtändniß angeeignet hat, durch welche eine ſpätere methodiſche Erweiterung dieſes Wiſſens geſichert iſt; bezüglich der auf den Gym— naſien geleſenen Klaſſiker ſind ſpeziellere literaturhiſtoriſche und metriſche Kenntniſſe zu verlangen. Auf dem Gebiete der Mythologie und Kunſt⸗ archäologie muß der Kandidat ſoweit orientirt ſein, um in vorkommen⸗ den Fällen gute Hülfsmittel mit Verſtändniß verwerthen, auch den Unterricht durch Gewährung entſprechender Anſchauungen unterſtützen zu können.
Zur Erwerbung der Lehrbefähigung in den alten Sprachen für die oberen Klaſſen iſt in der philoſophiſchen Prüfung(vergl.§ 24) die zur Erklärung der Klaſſiker nothwendige Bekanntſchaft mit der Geſchichte der griechiſch⸗römiſchen Philoſophie zu erfordern.
§ 15. 5. Franzöſiſche Sprache.
1) Die Befähigung, das Franzöſiſche in den unteren Klaſſen zu lehren, iſt als nachgewieſen zu erachten, wenn der Kandidat eine im Ganzen korrekte Ueberſetzung eines nicht beſonders ſchwierigen deutſchen Textes in das Franzöſiſche als ſchriftliche Klauſurarbeit geliefert und in der mündlichen Prüfung dargethan hat, daß er mit richtiger, zu ſicherer Gewöhnung gebrachter Ausſprache Kenntniß der wichtigeren grammatiſchen Regeln und einige Uebung im Ueberſetzen und Erklären der zur Schullektüre geeigneten Schriftſteller verbindet, auch im münd⸗ lichen Gebrauche der Sprache einige Fertigkeit erworben hat.
2) Zur Erwerbung der Lehrbefähigung für die mittleren Klaſſen iſt erforderlich, daß der Kandidat ſeine grammatiſchen, insbeſondere ſyntaktiſchen Kenntniſſe in wiſſenſchaftlichen Zuſammenhang gebracht hat,


