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Des Durchlauchtigsten Fürsten und Herrn, Herrn Ludwigen, Landgrafen zu Hessen, Fürstens, zu Hersfeld, Grafens zu Catzenelnbogen, Dietz, Ziegenhain, Nidda, Schaumburg, Ysenburg und Büdingen [et]c. Reglement und Verordnung, Wie sich die beyde Burger-Compagnien der Stadt und Vestung Giessen zu verhalten, un derselben strictè nachzuleben haben : Mit einem Anhang Einiger deßfalls gnädigst erlassenen Rescripten
Entstehung
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18. Wann auch Wachten bey Gefangene gegeben werden muͤſſen, ſoll er, der Agjoutant, dieſelbe, erheiſchender Nothdurfft nach, ſo Tags als Nachts fleißig viſitiren, und ſonderlich darauf ſehen, daß keine lie⸗ derliche Sauffer, oder ſonſt verdaͤchtige/ ſondern lauter in Burgerlichen Pflichten ſtehende tuͤchtige Leute dabey admittiret werden, daher er de⸗ nen Hauptleuten von denen etwa dabey pallirenden Fehlern fleißig Kap- port zu thun hat, vor welche à parte Beſorgung ihm auch der davon fallende Viſirir Rthlr. welchen der Arreſtant zu bezahlen hat, gebuͤhret und allein gelaſſen werden ſoll.

59. Wegen derer von denen durch die Burgerſchafft bewachten Ar. reſtanten fallenden Wachtgelder/ als welche die Arreſtanten nicht an die Waͤchter ſelbſten, ſondern an den Hauptmann zu bezahlen haben, ſoll von dem Fourier von Tag zu Tage mit Vor⸗ und Zunamen derer, ſo die Dienſie thun, eine ordentliche Liſte gehalten, und damit, wie unten§. 24. gemeldet, diſponiret, auch ſolche Liſte, damit nach derſelben die Zah⸗ lung geſchehen koͤnne, dem Hauptmann ebenfalls zugeſtellet werden.

20. Alle dieſem Reglement inſerirte Strafen und Erlaubniß⸗Gel⸗ der, davon Uns nach denen ehemaligen Verordnungen zugehöoͤrig gewe⸗ ſen, und in denen Amts⸗Rechnungen zur Einnahme gebracht werden muſſen, nunmehro aber, zu mehrerer Aufmunterung Unſerer getreuen Burgerſchafft Uns deren begeben haben, ſollen nebſt denjenigen, welche Unſer Ober⸗Amt, befindenden Dingen nach, weiters zu determiniren nothig erachten wird, insgeſamt in ein Regiſter von dem Capitaine je⸗ der Compagnie eingetragen, und ohne einige Nachſicht ſogleich erlegt, oder im Entſtehungs⸗Fall cxecutivè heraus gebracht, und nach jedes Jahres Endigung in eine Rechnung zuſammen getragen, ſodann, ver⸗ mittelſt zuſammen Berufung aller Ober⸗ und Unter⸗Ofliciers, dieſelbe examiniret/ und nach deren Richtigbefindung,(maſſen bey Strafe drey⸗ facher Erſetzung nicht das Mindeſte unterſchlagen werden ſoll) nach be⸗ ſage des hiernach folgenden 23ten§phi, unter andern/ beym Ausſchieſſen des darauf folgenden Jahres, zu freyen Gaben, bis auf fernere Verord⸗ nung, hiermit vermachet ſeyn. Und weil Wir auch hiermit verordnet haben, daß zu Beybehaltung mehrerer Ordnung, beſſerer Aufſicht und Reſpects hinfuͤro ein Stadt⸗Lieutenant oder Faͤhnrich, nebſt denen ſonſt gewoͤhnlichen Unter⸗Officiers, die Marckt Wache verſehen, auch von ih⸗ nen alle Verantwortung dißfalls gefordert werden ſolle; ſo ſoll das da⸗ her fallende Utile dergeſtalt getheilet werden, daß der Thaler, ſo von der Stadt hierzu gewoͤhnlich gegeben wird, zwar denen Unter⸗Officiers und Gemeinen nach wie vor verbleiben, die von denen Parthien einkom⸗ mende Gebuhren aber dem Ober⸗Officier zur Helfte/ die andere Halb⸗ ſchied aber denen Unter⸗Officiers und Gemeinen/ nemlich jenen ein Quart/ und dieſen auch ſo viel zugeeignet und vertheilet werden ſolle.

& 21. Nachdem