) 0(8 21. Nachdem aber bey Aufrichtung der Schuͤtzen⸗Compagnie diejee nigen Gaben, warum ſonſt die gantze Burgerſchafft zu ſchieſſen gehabt/ jenen allein zugeeignet worden, wordurch aber die uͤbrige Burgerſchafft des Schieſſens ſich enthalten und gaͤntzlich davon abgekommen, mithin ſolchergeſtalt das Gewehr dermaſſen negligiret worden/ daß die meh⸗ reſten in ſolchem ſchlechten Gewehr⸗Stande ſich befinden, daß ſie keinen einzigen Schuß zu thun vermoͤgen; Gleichwohl aber bey oͤfters vorfal⸗ lendem Dienſte hoch noͤthig iſt, daß ein jeder ſich beſonders auch auf den äuſſerſten Nothfall des Gewehrs zu gebrauchen, und mit demſelben um⸗ zugehen wiſſe, auch ſich im Schieſſen zu uͤben Gelegenheit haben, und dazu animiret werden moͤge: Als ſoll zu ſolchem Ende ein jeder unter dem Ausſchuß ſtehender Burger, mit ſeinem eigenen tuͤchtigen Gewehr, beym An⸗und Ausſchieſſen in Perſon erſcheinen, jedesmal wenigſtens ei⸗ nen Schuß, nach der dazu geſetzten beſondern Scheibe, bey der darauf geſetzten Strafe à Sechs Albus, zu thun verbunden ſeyn. Und damit man gewiß wiſſen moͤge, welcher ſeine Schuldigkeit desfalls præſtiret habe oder nicht, ſo ſoll die erſte Compagnie damit den Aufang machen, der Faͤhnrich aber mit einer Compagnie-Liſte, ſich nebſt dem Capitaine d'armes, beym Stande befinden/ und alle Schuß, auch in was Zuſtand ſich eines jeden Gewehr befinde, und was daran mand oder ſchadhafft, fleißig notiren, wie dann hernach mit der zweyten Compagnie ebenfalls alſo verfahren, uͤbrigens auch der Beurlaubten ihr Ober⸗Gewehr eben. falls darbey vorgezeiget/ und wie ſichs befunden, annoriret, und von al lem dem Hauptmann bey jeder Compagnie der behoͤrige Rapport gethan werden ſolle. 22. Zu freyen Gaben des Ausſchieſſens haben Wir, bis ein weiterer Fond zu deſſen Verbeſſerung ausfuͤndig gemacht werden kan, nachfol⸗ gendes ausgeſetzet: y Das gewoͤhnliche Schieß⸗Geld beſtehend in Zwoͤlf Gulden ſo aus Unſern dortigen Amts⸗Kevenuen bezahlet werden. b 2) Dreyzehen Gulden, ſo nebſt zwey Hollaͤndiſchen Kaͤen pflegen von gemeiner Stadt gegeben zu werden. 3 3) Die in§. 6. und 22. geſetzte ſaͤmtliche Straf⸗ und Erlaubniß⸗ Gelder, von welchem Erlaubniß⸗ und Schieß⸗Gelde jedoch einem jeden Tambour Vier Albus, der alten Gewohnheit nach zu vertrincken gegeben werden ſoullen. Und 1 4) diejenige Drey Gulden, ſo der Kannengieſſer jaͤhrlichvon Haltung der Ausſpiel⸗Tiſche zahlet. 1d 23. Nachdem auch ehemalen, von eingenommenen Wacht⸗Geldern
derer Gefangenen/ ein Capital von Zwey Hundert Gulden geſam⸗ 4 let/ und dem Stadt⸗Rath/ ex ærario civitatis zu verintereſſiren/ credi- eiret/ ſodann von denen davon fallenden Inrerellen das Stadt⸗Schieße⸗
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