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Des Durchlauchtigsten Fürsten und Herrn, Herrn Ludwigen, Landgrafen zu Hessen, Fürstens, zu Hersfeld, Grafens zu Catzenelnbogen, Dietz, Ziegenhain, Nidda, Schaumburg, Ysenburg und Büdingen [et]c. Reglement und Verordnung, Wie sich die beyde Burger-Compagnien der Stadt und Vestung Giessen zu verhalten, un derselben strictè nachzuleben haben : Mit einem Anhang Einiger deßfalls gnädigst erlassenen Rescripten
Entstehung
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) 80☛ Compagnie- Parade ſich befindenden Ober⸗Officier, und letzterer ſofort an den Hauptmann zu erſtatten hat. Sodann

14. Wann die Leute geſtellet und ordentlich rangiret ſind/ werden ſolche durch den sergenten und Corporal zu rechter Zeit/ entweder auf die Haupt⸗Parade, oder ſonſt an beſtimmten Ort, dem Burger⸗Adjoutanten, und durch dieſen weiter an den Wachtmeiſter uͤberliefert, woſelbſt ſie ſo lange, bis die Parade richtig und abmarchiret iſt/ verbleiben, und was etwa noch befohlen wird, abzuwarten haben.

15. Ein jeder Corporal ſoll die zum Dienſt erforderte Mannſchafft ſelbſt/ nicht aber durch Lehrjungen, Kinder oder Maͤgde commancdiren, damit er geſichert ſeyn kan, daß darinnen nichts verſehen noch ihm ge⸗ leugnet werden mag. Widrigen Falls, und da durch ſein Verſchulden ein Fehler pachret, ſoll derſelbe mit Funfzehen Albus zur Strafe gezogen werden.

16. Keiner, er ſeye wer er wolle, ſoll ſich erkuͤhnen, ein oder den an⸗ dern, ohne Vorwiſſen und Bewilligung des Hauptmanns, und Anzei⸗ gung der erheblichen Urſach, warum derſelbe den Dienſt nicht thun köͤn⸗ ne/ im Commando zu uͤberſehen, noch Wachten bezahlet zu nehmen/ und ſolche/ wie es die Erfahrung mehrmalen gegeben, in den Sack zu ſiecken. Welcher aber zu der Mitburger Nachtheil desfalls gleichwohl ſchuldig erfunden wuͤrde, derſelbe ſoll, nach ſaͤmtlicher Officiers Erkaͤnntniß, das erſtemal zu dreyfacher Erſetzung angehalten/ zum andernmal aber, mit publicirung ſeines Verbrechens/ vor der Compagnie- Parade nicht allein des Stocks verluſtig erklaͤret und zur Schildwache geſtellet, ſondern auch noch uͤber das von Unſern Beamten nachdruͤcklich geſtrafet werden.

17. Der Adjoutant ſoll eine Liſte, mit Vor⸗ und Zunamen von allen Ober- und Unter⸗Officiers, mit Rubriquen von jedem vorfallenden Dienſt, ſich halten, und alles richtig zeichnen, damit er uͤber kurtz oder lang davon zu reſpondiren jederzeit im Stande ſey, ſodaun die Gleich⸗ heit im Dienſte, ſowohl in Anſehung der Ober⸗als Unter⸗Officiers und Gemeinen, obſerviren, damit keine Compagnie vor der andern graviret werde. Auch lieget dieſem ob, wann Burger zum Dienſte kommen, täg⸗ lich auf der Haupt⸗Parade ſich einzufinden, die Mannſchafft zu empfan⸗ gen, und demjenigen, ſo die Parade ſtellet, ſolche zu uͤberliefern, damit kein Manquement paſſren, oder man allenfalls, an wen ſich desfalls zu halten, wiſſen moͤge. Die barole und Befehle hat er alsdann/ ſo lange ſolches dauret, von dem Wachtmeiſter zu empfangen, ſelbige zuforderſt an die beyden Hauptleute zu bringen, von dieſen das weitere zu verneh⸗ men, ſodann endlich an die bey des aͤlteſten Hauptmanns Behauſung ſich eingefundene beyde sergenten die Parole und Befehle zu geben, welche hernach ſolche an die uͤbrigen Officiers zu bringen, und alle Befehle zu befolgen ſchuldig ſind, damit desfalls keine ſtrafbare Schuld auf einen oder den andern fallen möoͤge.

18. Wann