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Wiſſenſchaft und Technik beſchäftigen ſich gerade in der neueſten Zei eifrig mit der überaus ſchwierigen Frage der Reinigung ſtädtiſcher Abwäſſer es iſt daher nicht ausgeſchloſſen, daß weitere erhebliche Fortſchritte in abſeh Zeit auf dieſem Gebiete erzielt werden. Auch die weitere Erprobung der ne Methoden in arößerem Maßſtabe wird nicht ausbleiben, da manche an kleinen
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14 dem W. durch Vermehrung der Pumpzeit und Pumphöhe unver— Rangl‚ hältnißmäßig geſteigert werden. Beiſpielsweiſe würde bei Füt einer Senkung der Kanalſohle um nur 30 Ctm. Pump welches betrieb an 183 Tagen ſtatt 121 Tagen im Jahre erforderlich nach d werden. di Aus dem gleichen Grunde iſt es auch nicht möglich, 5 den Hochwaſſerſpiegel im Kanal überall unter Kellerſohle ſüün zu legen, vielmehr werden einige beſonders tiefe Keller Pder in der Altſtadt mit der Sohle unter dem Waſſerſpiegel dn en des vollaufenden Kanals liegen und müſſen deswegen zur Eit Vermeidung des Rückſtaues bei Regenwetter mit Hochwaſſer die gu verſchlüſſen verſehen werden. Eine Stichprobe für die am das Ge tiefſten belegenen Theile der Altſtadt hat ergeben, daß zu von 95 Kellern 11 unter Kanalhochwaſſer, dagegen keiner der La unter Kanalniederwaſſer liegt. Da Hochwaſſer im Kanal einggre in der Regel raſch verläuft, wird es bei Anwendung geeig näle ſ neter Hochwaſſerverſchlüſſe vorausſichtlich gelingen, auch worin dieſe tief belegenen Keller waſſerfrei zu halten. mit g Die Regenkanäle können eine geringere Tiefe, etwa laſſen. 1,5 bis 2 Meter unter Straßenkrone erhalten. mit R 14. Einſteige⸗ Sämmtliche nicht begehbaren Kanäle werden in ge lichſter ſchächte. rader Linie verlegt, und Bogen ſowie Ecken ſind unbedingt anzieh ausgeſchloſſen.— Wird ein Richtungswechſel nothwendig, ſo ſoll an 1 dem Brechpunkt ein Einſteigeſchacht ausgeführt werden, der bemeſſ gleichzeitig die Unterſuchung und Reinigung der Rohr Wwüſſer ſtrecken ermöglicht. dem Ebenſo ſind Schächte an allen den Stellen anzulegen, baulen wo zwei Kanäle zuſammentreffen. ſichtig Im Allgemeinen kann als Regel dienen, daß bei der Ei Rohrkanälen Einſteigeſchächte alle 70 bis 80 Meter anzu Dſanl ordnen ſind; bei begehbaren Eiprofilen darf dieſe Ent Leg, fernung bis zu 150 Meter ſteigen. Räi 15. Lampenlöcher. Bei dieſer Ausführung ſind ſogenannte Lampenlöcher, ed d. h. nicht beſteigbare Schächte, die das Herunterlaſſen bis. von Lampen zur Erleuchtung der Kanäle ermöglichen, ent fabrif behrlich. Straß 16. Straßen⸗ Das Regenwaſſer wird auf den Straßen durch be 3 einläufe. ſondere Einläufe aufgenommen, von denen es nach den der v Sielen abfließt. Dieſe Straßeneinläufe werden durch einen Endſt gußeiſernen Roſt abgedeckt, erhalten einen Schlammfang, ſonde zum die mitgeſchwemmten Erd- und Schlammtheile aus
Brühl'ſche Univ.⸗Buch⸗ u. Steindruckerei(Pietſch Erben), Gietzen.


