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Vorlage betreffend die Entwässerung der Stadt Gießen / Mecum, Bürgermeister
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dieſe recht gute Reinigung erzielt wird, ohne Rechen vor den Becken, und dies giebt Veranlaſſung, auf die Nütz lichkeit der Rechen etwas näher einzugehen.

Herr Rienſch ſelbſt erklärt die Marburger Rechenanlage für überwunden; er hat eine neue Anordnung erdacht, deren Leiſtungsfähigkeit an den Abwäſſern von Zucker fabriken erprobt iſt, und die nunmehr in Torgau für die ſtädtiſche Entwäſſerung angewendet werden ſoll.

Hierbei wird ein faſt horizontal liegender, ſehr feiner Rechen von 12 Millimeter Oeffnung zwiſchen zwei Drähten benutzt, der durch eine einfache, ſehr ſinnreiche Vorricht ung ſtets rein gehalten wird.

Dieſe neue Anordnung iſt ohne Zweifel beſſer, als die in Marburg zur Ausführung gekommene; es fragt ſich nur, ob Rechen überhaupt zweckmäßig erſcheinen.

Wie erwähnt, ſind in Caſſel keine Rechen am Einlauf vorhanden und das erzielte Ergebniß iſt trotzdem oder vielleicht gerade daher ſehr gut. ie von den Rechen zurückgehaltenen Körper ſcheiden ſich nämlich in den Becken ohnehin aus, und die feinen Theile bleiben am Rechen nicht hängen. Dagegen haben ſie den unzweifelhaften Nach theil, daß ſie zwiſchen den einzelnen Stäben eine größere Geſchwindigkeit erzeugen, auch wenn ſie noch ſo breit ge macht werden; hierdurch werden Schwimmkörper, die auf der Zuflußſtrecke ſich bereits allmählich geſenkt, und nahezu auf dem Boden bewegt haben, wieder aufgerührt und an die Oberfläche geführt.

Der Hauptgrundſatz ſollte ſein, das Waſſer vor dem Einlauf in die Klärbecken ſo wenig als irgend möglich in ſeinem Laufe zu beengen deſto ſicherer wird die Ab lagerung erfolgen.

Der Unterzeichnete hatte im vergangenen Sommer Ge legenheit, Probeverſuchen, welche Herr Rienſch mit ſeinem neueren, verbeſſerten Syſtem in Rheydt vor einer geladenen Verſammlung vorführte, beizuwohnen. Danach ſcheint Rienſch jetzt die Reinigung durch Rechenanlagen als Vor ſtufe für das weiter gezeigte Verfahren anzuſehen. Nach der dort gezeigten Einrichtung werden durch die Rechen die gröberen Sinkſtoffe ausgeſchieden und das Waſſer dann in große brunnenartige Behälter geleitet, in welchen es bei gleichzeitigem, ſehr langſamen Niederſinken und nach Zuſatz von Fällungsmitteln, deren Zuſammenſetzung geheim gehalten wird, die feineren Sinkſtoffe an jalouſieartig ein

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