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Vorlage betreffend die Entwässerung der Stadt Gießen / Mecum, Bürgermeister
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Wiſſenſchaft und Technik beſchäftigen ſich gerade in der neueſten Zei eifrig mit der überaus ſchwierigen Frage der Reinigung ſtädtiſcher Abwäſſer, es iſt daher nicht ausgeſchloſſen, daß weitere erhebliche Fortſchritte in abſeh Zeit auf dieſem Gebiete erzielt werden. Mothaden in arößerem Maßſtabe wird nicht ausbleiben, da manche an kleinen

9. Kläranlage.

Brühl'ſche Univ.⸗Buch⸗ u. Steindruckerei(Pietſch Erben), Gietzen.

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Auch die weitere Erprobung der ne

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Abflußmenge mindeſtens dieſe 9 Regenfälle von mehr als 15 Minuten Dauer Ueberſchwemmungen veranlaſſen würden.

Durch die Hauptſammler A und O gelangt alles Schmutz⸗ waſſer in die Kläranlage, um nach hinreichender Reinigung in die Lahn abzufließen.

Für dieſe Reinigung iſt in den eingangs erwähnten Grundſätzen beſtimmt, daß eine mechaniſche Reinigung der Schmutzwäſſer vor ihrem Einlauf in die Lahn nach dem Muſter der Marburger Anlage mit Rienſch'ſchen Grob⸗ und Feinrechen, ſowie durch Sedimentierung in Klärbecken mit kontinuirlichem Betriebe und einer Strömungsgeſchwindig keit von etwa 5 Millimeter in der Sekunde vorgeſehen wird.

Hierzu mögen einige allgemeine Ausführungen Beſchreibung der Anlage vorangeſtellt werden.

Die Marburger Anlage iſt keineswegs vollkommen, das abfließende Waſſer iſt durchaus nicht hinreichend gereinigt und auf Grund der in den letzten Jahren gemachten Er fahrungen können die Gründe hierfür mit ziemlicher Be ſtimmtheit angegeben werden.

In Marburg iſt die Geſchwindigkeit in den Klärbecken zu groß, und die Länge der einzelnen Becken iſt viel zu kurz(20 Meter); ferner ſind die Rechen durchaus nicht ſo wirkſam, als es den Anſchein hat.

der

Verſuche, die Seitens der Stadt Hannover in den letzten Jahren angeſtellt worden ſind, haben ergeben, daß die Ablagerung der mineraliſchen Sink- und Schwebeſtoffe, d. ſ. die nicht fäulnisfähigen Stoffe, um ſo größer iſt, je geringer die Geſchwindigkeit, und daß die Abnahme an organiſchen Sink- und Schwebeſtoffen, d. ſ. die fäulnis fähigen feſten Stoffe, lediglich mit der Länge der Becken wächſt.

Die für Gießen feſtgeſetzte Geſchwindigkeit von 5 Milli⸗ meter für den größten vorkommenden Schmutzwaſſerabfluß wird erheblich beſſere Ergebniſſe liefern, als dies in Mar burg der Fall iſt; auch kann mit Beſtimmtheit angenommen werden, daß die in dem vorliegenden Entwurf in Ausſicht genommene Beckenlänge von 40 Meter allen Anforderungen entſpricht.

Als Anhalt für dieſe Behauptungen dienen günſtigen Ergebniſſe der in Caſſel angelegten Becken mit dem Abfluß der gereinigten Abwäſſer in die nicht ſehr waſſerreiche Fulda; es iſt beſonders bemerkenswert, daß

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