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Wiſſenſchaft und Technik beſchäftigen ſich gerade in der neueſten Zeit eifrig mit der überaus ſchwierigen Frage der Reinigung ſtädtiſcher Abwäſſer, es iſt daher nicht ausgeſchloſſen, daß weitere erhebliche Fortſchritte in abſeh Zeit auf dieſem Gebiete erzielt werden. Methoden in arößerem Maßſtabe wird nicht ausbleiben, da manche an kleinen!
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gebauten Flächen niederſchlägt; aber auch danach iſt die Reinigung noch ſehr unvollſtändig, weshalb Rienſch das Waſſer dann noch mit Luftdruck durch einen ſehr fein körnigen Kalkſtein hindurchpreßt. Ein ſolches Verfahren eignet ſich nur für kleinere Anlagen, und dürfte für mittlere und größere Städte wegen der bedeutenden An lage⸗ und Betriebskoſten ausgeſchloſſen ſein.
Im vorliegenden Entwurfe iſt Raum für die Anord nung einer Rechenanlage in Ausſicht genommen; es wird ſich aber zweifellos empfehlen, vorläufig von ihr abzuſehen und abzuwarten, ob nicht auch ohne ſie eine ausreichende Klärung erfolgt. Sollte dies nicht der Fall ſein, ſo können die Rechen noch immer eingeſetzt werden.
Als Bauſtelle für die Kläranlage wurde ein Platz gewählt, der etwa 1000 Meter unterhalb der Wieſeck mündung an dem Ort liegt, wo der alte Wetzlarer Weg an das Lahnufer herantritt.
Eine Lage mehr Lahn aufwärts wird ſich nicht empfehlen, weil die Anlage dann der Stadt näher rückt, und weiter abwärts ebenfalls nicht, weil wegen des ſehr geringen Gefälles der Lahn an dieſer Stelle die Kanal ſohle immer tiefer unter Hochwaſſer kommt.
Entſprechend der verſchiedenen Höhenlage des Haupt ſammlers A und des Sammlers O erfolgt die Klärung der betreffenden Abwäſſer von einander getrennt.
Der Hauptſammler A führt ohne irgend welche Profil⸗ änderung nach den einzelnen Becken, die ſenkrecht zu ihm angeordnet ſind. In die vier eingezeichneten Schmutz waſſerbecken, die für das jetzt in Ausſicht genommene ge ſammte Entwäſſerungsgebiet von 563,54 Hektar ausreichen, führt der Einlauf von der Sohle her durch je eine Oeffnung, die bei Bedarf durch eine Schütze abgeſchloſſen werden kann. Jedes dieſer Becken iſt 40 Meter lang, am Einlauf 2,5 und am Auslauf 3 Meter tief und 4 Meter breit.
Zur Berechnung der Strömungsgeſchwindigkeit, die bei dem Zulauf der größten Menge von Schmutzwaſſer 5 Milli meter beträgt, iſt die Tiefe zu 2,5 Meter in Rechnung ge ſtellt, alſo die ſich bald mit Schlamm zulegende bis zu 3 Meter reichende Vertiefung am Auslauf nicht in Anſatz gebracht.
Unter Berückſichtigung des Umſtandes, daß die ge⸗ ſammte berechnete Schmutzwaſſermenge wohl nie gleichzeitig in den Sammler A gelangt, iſt auch anzunehmen, daß
Brühl'ſche Univ.⸗Buch⸗ u. Steindruckerei(Pietſch Erben), Gietzen.
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