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dem Hamm und der Errichtung einer hochwaſſerfreien Pumpſtation daſelbſt das Kanalwaſſer der Weſtgebiete, da die tiefſten Kanaleinläſſe daſelbſt über ꝛ. und die Sohle an der projektierten Pumpſtation auf 2,95 m liegt, erſt bei Lahnſtand von annähernd+ 5 m, alſo nur in ſeltenen Ausnahmefällen, geg werden müſſen, was immerhin beachtenswert iſt, da dieſe Kanäle bei Hochflut 1 ſichtlich viel Grundwaſſer führen werden.
Die Ausmündung des Seltersbergſammlers hat eine Sohlenhöhe von+ 4 iſt alſo ſo hoch gelegen, daß das Waſſer desſelben auch bei größerem So ohne Pumpbetrieb ſeine Vorflut findet.
Wie oben bereits bemerkt, ſollen die Grundwaſſerſchwankungen der ſüß Altſtadt derartig eingeſchränkt werden, daß der höchſte zuläſſige Waſſerſpiegt Höhe von+ 3,30 m nicht überſchreitet. Dieſes bedingt unter Berückſichtigum Grundwaſſerſpiegelgefälles, daß bei einem Lahnſtand von allerhöchſtens+ 3 n der Pumpbetrieb beginnt, und der Waſſerſpiegel des Ringgrabens und der Kanalh fortwährend unter dieſem Niveau gehalten werden.
Da Lahn und Wieſeck oft ſehr raſch anſteigen, ſo wird es ſich an wenn die Pumpanlage bereits bei+ 2,50 m betriebsfertig gemacht und, um plit Ueberſchwemmungen des Kanalnetzes zu vermeiden, an der Ausmündung eine thätige Rückſtauklappe angebracht wird.
Der ſeitherige Betrieb hat zumeiſt erſt bei+ 3,50 m begonnen, doch ſiſ Waſſerſpiegel des Stadtgrabens, durch das während des Pumpbetriebs noch dauernde Steigen des Grundwaſſers in den weſtlichen und nördlichen Stadt veranlaßt, in neuerer Zeit auch ſtets unter+ 3 m gehalten worden.
Es ſei hier noch kurz auf den Einfluß aufmerkſam gemacht, aen
noch größere Senkung des Grundwaſſerſpiegels auf den Pumpbetrieb ausüben m Nach Anlage 3 iſt die mittlere Geſamtdauer eines Lahnſtandes pro Jahr: von 3,00 m: 28 Tage, „ 2, 75 m 35,4„ „ 2,50 I: 44,8„ Ferner zeigt die Anlage 3, daß ein Lahnſtand von 3,00 m durchſchnittlich im Jahr 4,2 mal eintritt, „ 2,75 I 5„„ 5,09„„ „ 2,50 m„„ 5,94. woraus man erſieht, daß mit der Tieferhaltung des Grundwaſſerſpiegels die A der Pumptage in ſteigendem Verhältnis wächſt, und durch die öftere Notwende des Pumpens der Betrieb ſehr erſchwert und verteuert wird. Berückſichtigt ferner, daß ſich dabei auch die Hubhöhe ſteigend vermehrt und der Zudrang Grundwaſſers mit der Abſenkung des Kanalnetzes in geometriſchem Verhältnis wa wird, ſo ſieht man, daß auch aus dieſem Grunde praktiſch über ein gewiſſes nicht hinausgegangen werden kann, zumal dadurch höchſtens für wenige, gam gelegene Straßen der Altſtadt, zum Nachteil der Geſamtanlage, ein geringer erreicht wird.
Koſtenüberſchlag der Kanaliſation.
A. Koſten der Straßenkandle......... 1 0/9 299 Mℳ B. Umbau des Stadtringgrabens....... 81 000„ C. Straßeneinläufe............ 34 300„ D. Erweiterung der Pumpanlage........ 35 000„ E. Zufallige Arbeiten, Aufficht Cc........ 50 401„
Summa 1 280 000 ℳ
Der Koſtenanſchlag iſt darauf baſiert, daß die beſtehende Pumpanlage erh
und entſprechend erweitert wird, und enthält die Kanäle aller zurzeit angebat Straßen der Stadt. Die Geſamtlänge der Kanäle beträgt 19 605 laufende Meter, die veranſch
ten Koſten derſelben 1 079 299 ℳ, ſodaß ſich der laufende Meter auf ca. 55 ſtellt. Es iſt dabei angenommen, daß alle Anlagen mit beſtem Material um ausgebildetſter Konſtruktion ausgeführt werden. Bezüglich der Grundwaſſerbemt gung iſt es ſchwer, die Koſten genau vorauszuſehen, doch dürften die eingeſet


