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der Winter ſeinen Reif geſtreut; doch nimmer will ich dich vergeſſen, der goldnen Freiheit Paradies, die ſchönſte Zeit in meinem Leben, da ich noch flotter Burſche hieß; ſtets bleib ich dir im Geiſte nah, o goldne Akademia!
G. H. Schneideck.
3.
1. Kein Tröpflein mehr im Becher, kein Geld im Säckel mehr, da wird mir armen Zecher das Herze gar ſo ſchwer. Das Wandern macht mir Pein, weiß nicht, wo aus noch ein; ins Kloſter möcht ich gehen, da liegt ein kühler Wein!
2. Ich zieh auf dürrem Wege, mein Rock iſt arg beſtaubt, weiß nicht, wohin ich lege in dieſer Nacht mein Haupt. Mein Herberg iſt die Welt, mein Dach das Himmelszelt; das Bett, darauf ich ſchlafe, das iſt das breite Feld.
3. Ich geh auf flinken Sohlen, doch ſchneller reit't das Glück; ich mag es nicht einholen, es läßt mich arg zurück. Komm ich an einen Ort, ſo war es eben dort, da kommt der Wind geflogen, der pfeift mich aus ſofort.
4. Ich wollt, ich läg zur Stunde am Heidelberger Faß, den offnen Mund am Spunde, und träumt, ich weiß nicht was. Und wollt ein Dirnlein fein mir gar die Schenkin ſein: mir wär's, als ſchwämmen Roſen wohl auf dem klaren Wein.
5. Ach, wer den Weg doch wüßte in das Schlaraffenland! Mich dünket wohl, ich müßte dort finden Ehr und Stand. Mein Mut iſt gar ſo ſchlecht, daß ich ihn tauſchen möcht; und ſo’s Dukaten ſchneite, das wär mir eben recht! Geche
Geibel.
4.
1. Nun friſch auf den Tiſch einen neuen Pokal, es hat ſich verlaufen die lärmende Zahl. Vermeſſenen Wortes und prahlenden Schlucks betrinkt ſich der noch nicht geläuterte Fuchs. Beim goldenen Weine, beim ſchäumenden Bier, die richtigen Zecher ſind immer nur wir, wir alten Studenten mit ſicherem Ziel::,: wir trinken nie wenig und niemals zu viel!:,:
2. Wir preiſen den Weiſen Altgriechenlands gleich die Eudämonia und gründen ihr Reich, olympiſcher Zecher in hei⸗


