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terer Ruh, und Hebe bringt Roſen und Jugend dazu. Beim goldenen Weine ꝛc.
3. Die alten Geſtalten germaniſcher Zeit, die waren zum Aufbruch auch niemals bereit. Wir einen als redliche Nach⸗ kommenſchaft, mit griechiſcher Schönheit germaniſche Kraft. Beim goldenen Weine ꝛc.
4. Es wende zum Ende ſich immer die Nacht, wir haben
noch niemals der Stunden gedacht. Und führt uns der Morgen durchs offene Tor,„da glänzen die Wolken, da teilt ſich der Flor“. Beim goldenen Weine ec.
Ed. Heyck.
5.
1. Bin ein fahrender Geſell, kenne keine Sorgen; labt mich heut der Felſenquell, tut es Rheinwein morgen. Bin ein Ritter lobeſam, reit auf Schuſters Rappen, führ den lockren Zeiſighahn und den Spruch im Wappen: Luſtig Blut und leichter Sinn, hin iſt hin, hin iſt hin, Amen, Amen.
2. Zieh ich in ein Städtchen ein, ſpür ich's im Gehirne, wo man trifft den beſten Wein und die ſchönſte Dirne. Spiel⸗ mann lächelt wohlgemut, ſtreicht die Fiedel ſchneller, und ich werf ihm in den Hut meinen letzten Heller. Luſtig Blut ꝛc.
3. Meiſter Wirt, darfſt heut nicht ruhn, ſchlag heraus den Zapfen! Back, Frau Wirtin, mir ein Huhn und zum Nach⸗ tiſch Krapfen! Was ich heut nicht zahlen kann, zahlen will ich's künftig, darum ſchreibt's mit Kreide an, Wirt, und denk vernünftig! Luſtig Blut ꝛc.
4. Wein dir nicht die Äuglein trüb, Mägdelein, vor Trauer! Fahrender Geſellen Lieb iſt von kurzer Dauer. Fah⸗ render Geſellen Lieb endet vor den Toren, wein dir nicht die AÄuglein trüb; haſt nicht viel verloren. Luſtig Blut ꝛc.
5. Kommt ein Stern mit einem Schwanz, will die Welt zertrümmern, leiert euren Roſenkranz, mich ſoll's wenig küm⸗ mern. Wird dem Weltenbrand zum Raub Berg und Wald und Heide, wird das Wirtshaus auch zu Staub, ſchwarzes Brett und Kreide. Luſtig Blut ec.


