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Kommerslieder zum 75. Stiftungsfest der ehemaligen Gießener Burschenschaft Alemannia, 26.-27. Juni 1937 : 1862-1937
Entstehung
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heißt man und alles iſt aus, und die am tollſten gewettert, ; ſind ſtill und ſtumm, die Lieder vertönt die Becher der Freude zerſchmettert.:,:

4. Drum heiſa, hallo und dreingehaut! Zum Teufel mit Kummer und Sorgen! Laßt kreiſen das Horn, bis Hahnen⸗ ſchrei verkündet den kommenden Morgen. Zum Trübſalblaſen kommen wir noch, wallt Blondhaar ſilbern dem Greiſe: ; Es lebe die ſelige Jugendzeit, Holdlieb und die launige Weiſe!:;: G. H. Bienert.

8.

Burſchentum.

1. Zieht der Burſch die Straß entlang, drängt ſich alles, ihn zu ſchauen, und es lauſchen dem Geſang an den Fenſtern ſchöne Frauen. Vater, ſchließ die Läden zu! Mutter, hüt dein Mädchen du! Blickt er gleich ſo brav und gut, ein Student iſt leichtes Blut. Wer keine Sorge je und kein Verzagen weiß und wer ſich raſch erſtürmt des Lebens kecken Preis, wer ſtändig lichterloh, doch nie zu Ende brennt, lebt ſeinen Jugendtag als richtiger Student! jal als richtiger Student.

2. Sitzt der Burſch beim klaren Wein, fühlt er heidniſch Götterleben, und in ſüßen Melodein ſieht er goldne Träume ſchweben. Spiele ſchneller, Muſikant! Flinkes Lieschen, ſei zur Hand! So ein Glas iſt nicht genug, bring mir Wein im Deckelkrug! Wer keine Sorge je und kein Verzagen weiß, und wer ſich raſch erſtürmt des Lebens kecken Preis, wer Bacchus Schutzpatron und Schenke Heimat nennt, lebt ſeinen etc.

3. Tritt der Burſche auf Menſur, ſteht er da in ſtolzer Freude, und er zeichnet ſeine Spur mit des Schlägers ſcharfer Schneide. Sekundant, ruf noch nicht Halt, ich ver⸗ zichte nicht ſo bald, laß mich wirbeln, laß mich ſpähn, heute ſoll's auf Abfuhr gehn! Wer keine Sorge je und kein Ver⸗ zagen weiß, und wer ſich raſch erſtürmt des Lebens kecken Preis, wer Frohſinn ſeine Kraft und Kämpfen Freude nennt, lebt ſeinen etc.

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