30 Ansprachen.
skopischer Präparate geschaffen(insgesamt über 4000 Stück). In den Vergleichend-histologischen UÜbungen erhält jeder Teilnehmer etwa 180 Dauerpräparate als Geschenk. Weiter ent- standen gegen 130 Wandtafeln übereinstimmend in Format, Zeichenart und Farbengebung, welche die in den genannten Kursen benutzten Objekte darstellen. Wir haben eine Anzahl dieser Tafeln und auch einige neue Sammlungspräparate im Kurssaal ausgestellt, damit die Besucher eine ungefähre Vorstellung von Art und Umfang dieser Arbeiten gewinnen.
Sehr bescheiden war bei meinem Dienstantritt die Aus- rüstung des Institutes mit optischen Instrumenten. Im Einvernehmen mit der Regierung wurden die älteren Mikroskope und Lupen an Hessische Schulen abgegeben, gegen bescheidenes Entgelt, und dann haben uns die Optischen Werke E. LEIrz in dem benachbarten Wetzlar, deren unablässige Hilfe uns zu größtem Dank verpflichtet, durch mehrfache Schenkungen eine vorzügliche Ausrüstung gespendet. Verfügen wir doch jetzt nicht nur über eine stattliche Anzahl guter Mikroskope mit etwa 30 Immersionen, sondern auch über mancherlei Spezial- einrichtungen, wie Polarisationsmikroskope, Ultropak, Dunkelfeld- kondensoren usw.
Der Hörsaal, der bereits zu SPENGEES Zeiten durch Ver- setzung der Rückwand undspäter der Stirnwand vergrößert wurde, und jetzt etwa 120 Sitzplätze bietet, erfuhr wesentliche Ver- änderungen. Eine moderne Deckenbeleuchtung, die für die Zwecke der Projektion beliebig abgestuft werden kann, wurde eingerichtet. Ein Ventilator, der auf dem Speicher steht, und unter Verwendung eines nicht mehr benutzten Kamines an den Hörsaal angeschlossen ist, sorgt für Lufterneuerung, was besonders angenehm empfunden wird, wenn bei geschlossenen Vorhängen Lichtbilder u. dgl. vor- geführt werden. In dem an die Stirnwand des Hôrsaals stoßenden Raum, der bei meinem Dienstantritt das gemeinsame Zimmer für die beiden Assistenten war, wurde die von den Optischen Werken E. LEITz geschenkte wertvolle Apparatur für diaskopische, episkopische und mikroskopische Projektion aufgestellt. Die Bilder erscheinen in durchfallendem Licht auf einem paraf- finierten Schirm, der sich in einem Ausbruch der Zwischenwand der beiden Räume hinter der Tafel befindet. Im übrigen enthält der Projektionsraum noch die große photographische Ka- mera und dient auch als Vorbereitungszimmer für die Vor- lesungen.


