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Einiges aus der Geschichte der Zoologie in Gießen / Herr Prof. W. J. Schmidt
Entstehung
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Ansprachen. 29

menten, Glassachen, Chemikalien und anderen Bedürfnissen des Laboratoriums. Vom Ende dieses Saales wurden ferner ein Zimmer für den 2. Assistenten und eine Dunkelkammer ab- getrennt. Damit konnte ich auch dem 1. Assistenten ein eigenes schönes Zimmer zuweisen, und zwar den straßenwärts gelegenen Raum, der bei meiner Ankunft als Laboratorium diente. Der Raum vor dem jetzigen Laboratorium wurde Arbeitszimmer des Hilfsassistenten, den die Regierung mir seit 1927 bewilligte.

Das»chemische Zimmer«, das BEoHER eingerichtet hatte, mußte ich fallen lassen, um auch für den damals noch hier anwesen- den Kollegen ERHARD einen Raum zu schaffen; heute gehört er dem Gehilfen, der vorher mit dem Präparator zusammen hauste, was mancherlei Störungen der beiderseitigen Arbeiten nach sich zog.

Aus dem Saal der systematisch-zoologischen Sammlung wurden die Mittelschränke(Schautische) entfernt; sie enthielten vor allem die Conchylien, die jetzt größtenteils in Schränken auf dem Korridor untergebracht sind. Damit konnte in der Längs- achse dieses Saales eine Tischreihe aufgestellt werden, und so ver- fügen wir jetzt auch über einen recht brauchbaren Kurssaal für die Anfänger, der 60 und mehr Teilnehmer faßt. In diesem Raume finden auch die Demonstrationen zur Hauptvorlesung statt.

Die im Kurssaal verbliebenen Wandschränke enthalten jetzt die Unterrichtssammlung, die zum Teil aus den Beständen der vergleichend-anatomischen und systematischen Sammlung zusammengestellt wurde, in den letzten Jahren aber auch manches neue Präparat erhalten hat. Damit wurde ein Plan verwirklicht, den SPENGEL schon 1902 angedeutet hat. Freilich ist der Raum in den Glasschränken so beengt, daß die Objekte magaziniert stehen, also ihre Betrachtung nur nach Herausnehmen möxlich ist. Von der systematischen Sammlung wurden die einheimischen Vögel und Mollusken neu aufgestellt und wie ein Teil der Ske- lette in Schränken auf dem Korridor untergebracht. Die eben- dort befindliche Sammlung von Vogeleiern hatte schon zu BEoHERs Zeiten eine Neuordnung erfahren. Es ist meine Absicht, im Laufe der Jahre eine einigermaßen vollständige Sammlung der einheimi- schen Tierwelt herzurichten.

Für die Zoologischen Ubungen der Anfänger(Studierende des höheren Lehramts, der Medizin und Veterinär-Medizin) wurde von den Objekten, die in Dauerpräparaten untersucht werden müssen, eine Sammlung guter und an Zahl ausreichender mikro-