hein,
rägt, gt.]
ſo lang ſich herzen laben an ſeinem Feuerwein;
3. Sie ſollen ihn nicht haben, den freien deutſchen Rhein,
4. So lang in ſeinem Strome noch feſt die Felſen ſtehn, l: ſo lang ſich hohe Dome in ſeinem Spiegel ſehn.„.
5. Sie ſollen ihn nicht haben, den freien deutſchen Rhein, ſo lang dort kühne Knaben um ſchlanke Dirnen frein;
6. So lang die Sloſſe hebet ein Siſch auf ſeinem Grund, l: ſo lang ein Lied noch lebet in ſeiner Sänger Mund.:.
7. Sie ſollen ihn nicht haben, den freien deutſchen Rhein, l: bis ſeine Flut begraben des letzten Manns Gebein!:—] Mikolaus Becker. 1840.
54. Bundeslied. Weiſe von G. Fr. hHanitſch. 1815.
1. Sind wir vereint zur guten Stunde, wir ſtarker deutſcher Männerchor, ſo dringt aus jedem frohen Munde die Seele zum Gebet hervor; denn wir ſind hier in ernſten Dingen mit hehrem, heiligem Gefühl; drum ſoll die volle Bruſt erklingen ein volles, helles Saitenſpiel.
2. Wem ſoll der erſte Dank erſchallen? Dem Gott, der groß und wunderbar aus langer Schande Nacht uns allen in Flammenglanz erſchienen war; der unſrer Feinde Trotz zerblitzet, der unſre Kraft uns ſchön erneut l: und auf den Sternen waltend ſitzet von Ewigkeit zu Ewigkeit.:
3. Wem ſoll der zweite Wunſch ertönen? Des VDater— landes Majeſtät! Derderben allen, die es höhnen! Glück dem, der mit ihm fällt und ſteht! Es geh, durch Cugenden bewundert, geliebt durch Redlichkeit und Recht, ſtolz von Jahrhundert zu Jahrhundert, an Kraft und Ehren unge— ſchwächt.
4. Das dritte, deutſcher Männer Weide, am hellſten ſoll's geklungen ſein! Die Freiheit heißet deutſche Freude, die Freiheit führt den deutſchen Reihn; für ſie zu leben und zu ſterben, das flammt durch jede deutſche Bruſt; für ſie um hohen Tod zu werben, iſt deutſche Ehre, deutſche Luſt.
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