Druckschrift 
Darmstädter Liederbuch : herausgegeben anläßlich des 45-jährigen Stiftungsfestes, S.S. 27
Entstehung
Einzelbild herunterladen

6. Kuf eines hält ſie ſcharfe Kcht und läßt nicht mit ſich ſpaßen: wer je der magd den hof gemacht, würd nimmer zu ihr paſſen. Zwar das Mamſellchen am Büfett iſt höchſt pikant und äußerſt nett und doch nicht aequalis der filia hospitalis.

7. Du rheiniſch Mädchen, wüßt ich doch, was Gott mit uns beſchloſſen? Ich ſchanz mir in den Kopf ein Loch und ochſe unverdroſſen. Und wärſt du mir auch nie beſchert, zeitlebens bleibſt du hochgeehrt, weil keine dir aequalis,

dir filia hospitalis Preisgedicht von Otto Ramp. 1885.

52. Rückkehr des alten Studenten. Eigene Weiſe.

1. Reicht mir das alte Burſchenband und reicht die alte Ulinge, daß ich zum Ritt gen heidelberg mich jetzt aufs Rößlein ſchwinge. Heut fühl ich heiß Studentenblut durchs herz noch einmal wallen, mir iſt, als hört ich Becherklang und Schlägerklirren ſchallen, mir iſt, als hört ich Becher⸗ klang und Schlägerklirren ſchallen.

2. Mir iſt, als ſäh ich jugendfriſch die alten Freunde wieder, als hörte ich von Lieb und Wein die alten frohen Lieder. Und wie vom jungen Liebestraum die alten Lieder tönen, ſ: mir iſt, als ſäh ich wieder ſie, die Schönſte aller Schönen.)

3. Da ſtreut noch einmal auf die Welt der Frühling ſeine Blüten, wie damals, als in Lieb und Luſt die jungen herzen glühten. Füllt mir den Becher bis zum Rand, und hell ſei angeklungen, zu Ehr' und Preis von Heidelberg, dem alten ewig jungen! Weber. 1886.

53. Der deutſche Rhein, Weiſe von L. Bär. 1. Sie ſollen ihn nicht haben, den freien deutſchen Khein, ob ſie wie gier'ge Raben ſich heiſer danach ſchrei'n; 2. So lang er ruhig wallend ſein grünes Kleid noch trägt, l ſo lang ein Ruder ſchallend in ſeine Wogen ſchlägt..

38