9. Und meinen Sohn, den ält'ſten, den reit ich ſtets
Comment, und nach dem lieben—— entſend ich ihn alsdann:
10.„Für Freundſchaft, für Ehre, fürs deutſche Daterland, ſteh' feſt wie einſt dein Dater zum——— Band!“
11.„Die Freude, die Freude, ja ich erleb ſie noch, daß wir einſt beide rufen:——— lebe hoch!“
Max Vielau, Guilelmiae, Palacomarchiae, Gueſtphalige.
51. Filia hospitalis. Weiſe von Otto Lob. 1885.
1. O wonnevolle Jugendzeit mit Freuden ohne Ende, mit Minnefahrten weit und breit, wo ſich die Schönſte fände. Ich grüße dich, du junges Blut, bin jedem hübſchen Weibe gut, und doch iſt nichts aequalis der filia hospitalis, und doch iſt nichts aequalis der filia hospitalis.
2. Ich kam als kraſſer Suchs hierher und ſpähte in den Gaſſen, wo mir ein Bett und Simmer wär, den langen Leib zu faſſen. Fand Sofa nicht, noch Stiefelknecht, und doch war mir die Bude recht, l: denn keine iſt aequalis der filia hospitalis. ·
3. Sie iſt ein gar zu herzig Uind mit ihren blonden Zöpfen, die Füßchen laufen wie der Wind im Schuh mit Quaſt und Knöpfen; die Schürze bauſcht ſich auf der Bruſt, allwo ich ſchau, iſt eitel Luſt, und keine iſt aequalis der filia hospitalis.
4. Im haus herrſcht ſie als guter Geiſt und zeigt's an jedem erſten: der einz'ge Schüler war verreiſt, die Kaſſe mir am leerſten. Da wurd ihr Wort mir Schutz und Schild und ſtimmte den Philiſter mild, drum iſt auch nichts aequalis der filia hospitalis.
5. DVier Mieter hat ſie: Der Juriſt beſucht nur feine Kreiſe, der Mediziner iſt kein Chriſt, der Theolog— zu weiſe.— Doch mir, mir, dem Philologus, gab ſie in Züchten einen Kuß, und keine iſt aequalis der filia hospotalis.
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