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Darmstädter Liederbuch : herausgegeben anläßlich des 45-jährigen Stiftungsfestes, S.S. 27
Entstehung
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4. O Rhein mit deiner Frühlingsſonn', mit deinen Mägde⸗ lein, o Rhein mit deinen Rneipen all, mit deinem goldnen Wein, du Rhein läßt keinen Burſchen frei, zwingſt ſie, wie deine Lorelei, um alle iſt's geſchehn. LC. Behr.

47. Studentenliebe- Singweiſe: Wohlauf, die Luft und Eigene Melodie!

1. Nun ſeht auf mich und hört mich an und reckt nur eure hälſe, ich ſing' euch jetzt ein neues Lied von meiner blonden Elſe. Ich küßt' in der Semeſter Lauf gar manche ſchöne Frauen, doch wie vom Rhein die Elſe tät ich nimmer eine ſchauen.

2. Lacht auch der Maienſonnenſchein, wie ſeid ihr voll der Wonnen! NRun ſeht auf mich: Mirr lachen gleich zwei goldne Maienſonnen. Das ſind die Augen, groß und klar von meinem blonden Wunder; wenn ihre Glut ins hHerz mir ſtrahlt, gleich brennt der ganze Plunder.

3. Dergeſſen iſt die Münchnerin, das liebe Kind von Jene, von Gryps die friſche Pommernmaid, von Lyps die helle Lene. Hde, ade, hallenſerin, von Tübingen du Seine Goldelſe iſt die Rönigin, das liebe Rind vom Rheine.

4. Scholierend zieh' ich durch das Reich und ſing' zu ihrem Preiſe in Stadt und Dorf und überall manch ſchöne neue Weiſe. Von ihres Köpfchens goldner Pracht trag' ich die ſchönſte Locke allzeit bei mir als Talisman gar wohl⸗ verwahrt im Rocke.

5. Steh' ich im Paukwichs auf Menſur und wirble Quart' und Terzen, dann trag ich unterm Leder noch die Locke auf dem herzen. huihi, dann fliegt mein Hieb heraus, als trieb' ihn ein Gewitter; mir iſt, als ſäh' die Elſe zu nun regnet's Rnochenſplitter.

6. Und iſt mein' Burſchenzeit vorbei, und ſehnt es mich nach Ruhe, und wird es mir ums herz ſo weh, dann weiß ich, was ich tue: Statt daß ich bis zum jüngſten Tag ſo immer weiter wandre, bring' ich die Locke fein zurück und hole mir das andre. Krthur Rehbein

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