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Darmstädter Liederbuch : herausgegeben anläßlich des 45-jährigen Stiftungsfestes, S.S. 27
Entstehung
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6. Q Wandern, o wandern, du freie Burſchenluſt! da wehet Gottes Odem ſo friſch in die Bruſt; da ſinget und jauchzet das herz zum himmelszelt: Wie biſt du doch ſo ſchön, o du weite, weite Welt! Emanuel Geibel. 1855.

25, Fahrender Schüler.

Weiſe von W. Sommer.

1. Der Sang iſt verſchollen, der Wein iſt verraucht, ſtumm irr ich und träumend umher. Es taumeln die hHäuſer, vom Sturme umhaucht, es taumeln die Wellen ins Meer, es taumeln die hHäuſer, vom Sturme umhaucht, es taumeln die Wellen ins Meer.

2. Die Wolken ſie tanzen, manch Sternlein fällt, hat tief in den Wolken gezecht; ſ: ich ſteh wie ein Fels, wie die Angel der Welt, wie ein RKaiſer in Sreiheit und Recht.:]

3. Und die Straßen durchirr ich, die Plätze ſo ſchnell, ich klopfe von haus zu haus; bin ein fahrender Schüler, ein wüſter Geſell, wer ſchützt mich vor Wetter und Graus?

4. Ein Mägdlein winkt mir vom hohen Altan, hell flackert im Winde ihr haar. Ich ſchlag in die Saiten und ſchwing mich hinan, wie licht iſt ihr Kug und wie klar!

5. Und ſie küßt mich und drückt mich und lachft ſo hell; nie hab ich die Dirne geſchaut. Bin ein fahrender Schüler, ein wüſter Geſell, was lacht ſie und küßt mich ſo traut?

26. Das Lied der Deutſchen. Joſ. haydn. 1797.

1. Deutſchland, Deutſchland über alles, über alles in der Welt, wenn es ſtets zu Schutz und Trutze brüderlich zu⸗ ſammen hält, von der Maas bis an die Memel, von der Etſch bis an den Belt. l: Deutſchland, Deutſchland über alles, über alles in der Welt.:]

2. Deutſche Frauen, deutſche Treue, deutſcher Wein und deutſcher Sang ſollen in der Welt behalten ihren alten ſchönen Klang, uns zu edler Tat begeiſtern unſer ganzes Leben lang. ſ: Deutſche Frauen, deutſche Treue, deutſcher Wein und deutſcher Sang!:]

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