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Darmstädter Liederbuch : herausgegeben anläßlich des 45-jährigen Stiftungsfestes, S.S. 27
Entstehung
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2. Zieh ich in ein Städtchen ein, ſpür ich's im Gehirne, wo man trifft den beſten Wein und die ſchönſte Dirne. Spielmann lächelt wohlgemut, ſtreicht die Fiedel ſchneller,

und ich werf ihm in den hut meinen letzten Heller. Luſtig Blut uſw.

3. Meiſter Wirt, darfſt heut nicht ruhn, ſchlag heraus den Fapfen! Back, Frau Wirtin, mir ein huhn und zum Nach tiſch Krapfen! Was ich heut nicht zahlen kann, zahlen will ich's künftig, darum ſchreib's mit Kreide an, Wirt, und denk vernüftig! Luſtig Blut uſw.

4. Wein' dir nicht die Kuglein trüb, Mägdelein, vor CTrauer! Fahrender Geſellenlieb iſt von kurzer Dauer. Fahrender Geſellen Lieb endet vor den Coren, wein dir

nicht die Kuglein trüb; haſt nicht viel verloren. Luſtig Blut nſw.

5. Kommt ein Stern mit einem Schwanz, will die Welt zertrümmern, leiert euren Roſenkranz, mich ſoll's wenig kümmern. Wird dem Weltenbrand zum Raub Berg und Wald und heide, wird das Wirtshaus auch zu Staub, ſchwarzes Brett und Kreide. Luſtig Blut uſw.

Rud Baumbach.

15. Burſchen heraus, Eigene Weiſe.

1. Burſchen, heraus! Laſſet es ſchallen von haus zu haus! Wenn der Lerche Silberſchlag grüßt des Maien erſten Tag, dann heraus und fragt nicht viel, friſch mit Lied und Lautenſpiel! Burſchen heraus!

2. Burſchen heraus! Laſſet es ſchallen von haus zu haus! Ruft mit hilf die poeſei gegen Zopf und Philiſterei, dann heraus bei Tag und Nacht, bis ſie wieder freigemacht! Burſchen heraus!

3. Burſchen, heraus! Laſſet es ſchallen von haus zu haus! Wenn es gilt fürs Vaterland, treu die Klingen dann zur Hand, und heraus mit mut'gem Sang, wär es auch zum letzten Gang! Burſchen, heraus!

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