Gießener Lieder.
7. Pob Gießens.(. H. Lerch)
1. Ein altes Städtchen lieget traut im grünen heſſenland auf Roſt und Pfählen aufgebaut an Lahn und Wieſeckſtrand. Hier ſchenkt des Wiſſens köſtlich Raß Profeſſor und Dekan und mancher Spunden ſpringt vom Saß zu Gießen an der Lahn.
2. Wer nie von Gleibergs Mauerkranz erſchaut das weite Land, vom Staufenberg im Sonnenbrand des Sluſſes Silber⸗ band, wem holder Maitrank nie gelacht von Schiffenbergs Kltan der kennt nicht deiner Gegend Pracht mein Gießen an der Lahn.
3. Und abends bei der Pulvermühl ſtill zieht die Lahn einher, dann rud're ich auf leichtem Kiel Sluß auf, mein Lieb zum Wehr. Die letzte Sonne färbt die Slut, im Schilfe ruht der Kahn, wie ſchmeckt ein heimlich Küßchen gut zu Gießen an der Lahn.
4. Der Gieß'ner Burſch von echtem Schrot, kein fader Mode⸗ keck, dient ſeiner Farb violett⸗weiß⸗rot ein Studio friſch und keck. Manch einer ſchon hats ausprobiert denkt all ſein Lebtag dran, was man für ſcharfe Klingen führt zu Gießen an der Lahn.
5. So leb' dein Bild, o Muſenſtadt, in unſerm hHerzen fort, als freien Wiſſens freie Stadt und frohen Treibens hort. Drum wer zu Gießen Burſch geweſt, der ſtoße mit mir an, es leb' das alte feuchte Neſt mein Gießen an der Lahn.
8. Mein Gießen.
1. Gießen, deine Muſenſöhne ſingen dir ein Jubellied! daß es uns die Zukunft ſchöne, bleibt dein Bild uns im Gemüt. Sünden die wir nie bereuten, trauen uns dir ewig an, Gießen, Stadt der Jugendfreuden,ſchönes Gießen anider Lahn.


