4. Ich denke hoher Ehren, ſturmluſt'ger Jugendzeit, da wir mit ſcharfen Speeren hin jauchzten in den Streit. Hei Schild⸗ gekrach im Sachſenkrieg. Auf unſern Bannern ſaß der Sieg, als wir die erſten Narben erwarben.
4. Mein grünes Heimatleben, wie tauchſt du mir empor! Des Schwarzwalds Wipfel wehen herüber an mein Ohr; ſo ſäuſelt's in der Rebenflur, ſo brauſt der Rhein, darauf ich fuhr meinem Lieb zu zweien im Maien.
5. O Minne, wunderſüße, du Roſenhag in Bluſt, ich grüße dich, ich grüße dich heut aus tiefſter Bruſt! Du roter Mund, gedenk' ich dein, es macht mich ſtark wie firner Wein, das ſollen Hennenwunden bekunden.
6. Ihr Kön'ge ſonder Zagen ſchlaft ſanft, ich halte Wacht; ein Glanz aus alten Tagen erleuchtet mir die Nacht. Und kommt die Früh' im blut'gen Kleid: Gott grüß dich, grimmer Schwerterſtreit! Dann magſt du, Tod, zum Reigen uns geigen!
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1. Im Kloſterdorf da drunten, im tiefen Waldestal, hatt' ich ein Wirtshaus funden, das ſchien mir gut zumal. Und horch, aus grüner Laube ſcholl luſt'ger Burſchenſang, flugs tät ich hin mich ſetzen:,: zum frohen Becherklang:,:
2. Und Lied auf Lied ertönte; der eine ſang vom Rhein, vom Vaterland der andre, vom Liebchen alle fein. Und als ihr Lied verklungen, da ſchauten ins Geſicht, die Zecher mir und fragten: Herr Bruder ſingt Ihr nicht d
3. Des lacht' ich: Hei, ich ſinge im Wald von Wanderluſt; dräut Not dem Vaterlande, tönt's ihm aus voller Bruſt; und von dem Lieb das Liedchen— was gilts ihr lacht mich aus 5 Erſt muß mein Lieb ich finden, dann Lieb und Gruß und Strauß.
4. Doch eines kann ich ſingen: Von Freunden treu wie Gold! Und unter allen Freunden von einem lieb und hold! Ha wenn ſich Freunde ſchauten bis tief ins hHerz hinein: es ruhen Perlen drunten und manch ein Edelſtein.
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