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Ausstellung landschaftsgebundene Wissenschaft : zur Eröffnung der Akademie des NSD-Dozentenbundes der Universität Gießen / Ausstellungsleitung: Dozent Dr. K. Heidt, Botanisches Institut
Entstehung
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umgepflanzt werden, entgegenſtehen. Durch das Umpflanzen, das mehr Arbeit erfordert und außerdem in einer Zeit erfolgt, wenn die Wieſen geſchnitten werden ſollten, wird die Heuernte zum Nachteil der Güte des geſchnittenen Graſes oft unnötig verzögert. Die Unterſuchung zeigt, daß das Pflanzen allein dort noch Be⸗ rechtigung hat, wo hohe Niederſchläge oder ſpäteres Frühjahr rechtzeitige Bodenvorbereitung nicht zulaſſen oder eine Vorfrucht das Feld ſpät räumt. Zweifellos können noch viele Betriebe, wo dieſe Bedingungen nicht vorliegen, von der alten Art abgehen und ſich auf Zeit ſparende und Ertrag ſteigernde Drillkultur umſtellen. Die Arbeit wurde 1936/37 ausgeführt und imPflanzenbau Heft 6 1937 veröffentlicht.

6. Graphiſche Darſtellung, welche angibt, wie häufig in Heſſen mit dem

Saatgut gewechſelt wird. Das beſte Mittel, die Erträge zu fördern und ſicher zu geſtalten, iſt regelmäßiger und häufiger Saatgutwechſel. Damit wird dem Abbau und Nachlaſſen der Erträge, ſowie Verbreitung von Krank⸗ heiten am vorteilhafteſten begegnet. In einer Umfrage im Jahre 1931 konnte ermittelt werden, wie es in Heſſen mit dem Saat⸗ gutwechſel beſtellt iſt. Sie zeigt, daß der Wechſel noch viel zu wünſchen übrig läßt, lehrt beſonders, daß die kleineren Wirtſchaften in erſter Linie der Förderung und Belehrung bedürfen, was auch insbeſondere durch die NS⸗Agrarpolitik erfolgt.

7. Ernteſteigerung durch neuzeitliche Untergrundlockerung. Zahlreiche deutſche Böden ſindkrank, d. h. haben mangelhafte Struktur. Darunter verſteht man ein ungünſtiges Verhältnis zwiſchen feſter Boden⸗ ſubſtanz und Poren. Die Folge davon iſt ſchlechte Waſſerführung, Luftmangel, Verſauerung= Sinken des pH⸗Wertes. Das Er⸗ gebnis einer Promotionsarbeit hat die phyſikaliſch⸗chemiſchen Ur⸗ ſachen durch eingehende Unterſuchungen an Hand praktiſcher Ver⸗ ſuche dargelegt. Der Wert dieſer Arbeit für die praktiſche Land⸗ wirtſchaft liegt in dem Nachweis erheblicher, mit geringem Mehr⸗ aufwand zu erzielender Steigerung der Erträge.

Diſſertation Schultze, Gießen 1940, mit Unterſtützung des For⸗ ſchungsdienſtes durchgeführte Gemeinſchaftsarbeit.

Abteilung für Pflanzenkrankheiten. Sachbearbeiter: Dr. Hanf und Dr. Klein.

1. Erfolgreiche Bekämpfung eines neuen Erdbeerſchädlings im Rheingau. Erdbeerſtengelſtecher Rhynchites germanicus Hbſt.

Die Erdbeererträge im Rheingau gingen von 17 600 Ztr. im Jahre 1937 auf 5900 Ztr. im Jahre 1938 zurück, alſo ein Ausfall von 66%! Die Anbaufläche verminderte ſich in einer Gemeinde von 25 auf 8 ha. Als Schädling wurde der Erdbeerblütenſtecher(Anthonomus rubi Hrbſt.) ange⸗ ſehen. Eingehende Unterſuchungen ergaben, daß ein bisher als Schädling

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