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Steigerung der Erträge durch Forſchung auf dem Gebiet von
Ackerbau und Pflanzenzüchtung.
Prof. Dr. G. Seſſous.
.Sojabohnen und Erzeugniſſe daraus. (Soja hiſpida)
Züchtung: a) vom Reichsnährſtand anerkannte Hochzucht„Gießener
Schwarze“, bereits im Handel, bearbeitet ſeit 1928.
b) frühe Kreuzungen(Reichsſojazüchtung, Material Dr. L. Herb⸗Müller); langſtengelig, 10—14 Tage früher als die bisher angebauten Sorten ähnlichen Typs, gelb⸗ körnig. Abgabereif an die Züchter Frühjahr 1941 zu ſpäterem Großanbau. Bearbeitet ſeit 1933.
Saflor(Carthamus tinctorius), vom Reichsnährſtand anerkannte Hoch⸗
zucht„Gießener Saflor“, bereits im Handel. Züchter Dozent Dr. A. Scheibe.
Olpflanze mit Diſtelcharakter für trockene Lagen, auf denen bis⸗ her Olpflanzenanbau unſicher, wenn nicht unmöglich war. Im Inſtitut züchteriſch bearbeitet ſeit 1934.
Hlrauke(Eruca ſativa). Die am Inſtitut vom Dozenten Dr. Scheibe
in züchteriſche Bearbeitung genommene Olrauke ſtammt aus dem Material der deutſchen Hindukuſchexpedition von 1935, die unter
Leitung des Genannten wertvolle Pflanzen und Sämereien zur
genetiſchen Aufbeſſerung und Vergrößerung der Anzahl unſerer Kulturpflanzen nach Deutſchland gebracht hat. Die Pflanze ver⸗ ſpricht ebenfalls dank ihrer Anſpruchsloſigkeit eine Lücke zu füllen. Sie iſt ein Sommergewächs, beſitzt hohen Olgehalt und nicht unbe⸗ trächtliche Mengen an Eiweiß, das als Kraftfutter Verwendung finden kann. Die bisherigen Anbauverſuche und ermittelten Erträge verſprechen durchaus die Anbauwürdigkeit der Olrauke.
Erdmandel(Cyperus esculentus). In Spanien und Nordafrika bisher
angebautes, vorzügliches Speiſeöl(22— 26%), Stärke(28— 30%), Rohrzucker(etwa 18%), Eiweiß(6—8%) enthaltendes, Knollen tragendes Cyperngras.
Eignet ſich für friſche, leichtere, möglichſt anmoorige Böden. Erdmandel iſt vielleicht dazu beſtimmt, die Olpflanze von Moor⸗ böden zu werden. Sie liefert etwa 40—50 dz'’ha Trockenſubſtanz in ihren Knollen. Seit 1935 züchteriſch am Inſtitut bearbeitet durch Dr. F. Ragaller.
Die
2 Tabellen als Ergebnis einer Unterſuchung über die Gründe, welche
der Einführung der Drillkultur beim Anbau von Futterrüben, die vielfach noch umſtändlich in Frühbeeten herangezogen und ſpäter


