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Philister-Lieder der Adelphia : zum 20jährigen Stiftungsfest / gewidmet von Otto Roth
Entstehung
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wir auſet. uſen; dunde luten die allen.

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35. Nied kahrender Schüler. ((Lol die Luft geht friſch und rein, wer lange ſitzt,

mußz roſten, den allerſonnigſten Sonnenſchein läßt uns der Kimmel koſten. Jetzt reicht mir Stab und Ordenskleid der fahrenden Scholaren, ich will zu guter Sommerzeit in's Land der Sranken fahren! Valleri, vallera, valleri, vallera, in's Land der Sranken fahren!

2. Der Wald ſteht grün, die Jagd geht gut, ſchwer iſt das Korn gerathen, ſie können auf des laines Sluth die Schiffe kaum verladen. Bald hebt ſich auch das Kerbſten an, die Kelter harrt des Weines: der Winzer Schutzherr Kilian beſcheert uns etwas Seines. Valleri ꝛc.

3. Wallfahrer ziehen durch das Thal mit fliegenden Stan⸗ darten, hell grüßt ihr doppelter Choral den weiten Gottes⸗ garten. Wie gerne wär' ich mitgewallt ihr pfarr' wollt' mich nicht haben! So muß ich ſeitwärts durch den Wald als räudig Schäflein traben. Valleri ꝛc.

4. Sum heil'gen Veit von Staffelſtein komm' ich empor⸗ geſtiegen, und ſeh' die Lande um den Main zu meinen Süßen liegen: Vom Bamberg bis zum Grabfeldgau umrahmen Berg und Hügel die breite, ſtromdurchglänzte Au ich wollt', mir wüchſen Slügel! Valleri ꝛc.

5. Einſiedelmann iſt nicht zu Haus, dieweil es Seit zu mähen; ich ſeh' ihn an der Halde draus bei einer Schnitt'rin ſtehen. Verfahrner Schüler Stoßgebet heißt: Herr, gieb uns zu trinken! Doch wer bei ſchöner Schnitt'rin ſteht, dem mag man lange winken. Valleri ꝛc.

6. Einſiedel, das war mißgethan, daß du dich hubſt von hinnen! Es liegt, ich ſehs dem Keller an, ein guter Jahr⸗ gang drinnen. Hoiho! die Pforten brech ich ein und trinke, was ich finde. Du heiliger beit von Staffelſtein, verzeih mir Durſt und Sünde! Valleri ꝛc. J. V. v. Scheffel.