Druckschrift 
Philister-Lieder der Adelphia : zum 20jährigen Stiftungsfest / gewidmet von Otto Roth
Entstehung
Einzelbild herunterladen

um ichen

rung jetzt Ger⸗ htige Was nken hin, nme,

ffel

33. Ahein- und Alein-Kied. bin ich, ach, ſo tief geſunken: In allen Schenken

kehr ich ein, von Liebe, Lied und Jugend trunken drei Jahre ſchon gerieth der Wein! Und auch im vierten blühen Reben ihr lieben Sreunde, ſtimmet ein:: Was braucht man mehr, um froh zu leben, als Leichtſinn, Liebe, Lied und Wein!:

2. Wie ſich die armen Thoren plagen, für ſich erſt, dann für's Vaterland; geduldig alle Laſten tragen um Amt und würden, Stern und Band. Wie leicht wär's, ihnen nachzu⸗ ſtreben, blieb dabei nur die Seele rein!: Was braucht man mehr, um froh zu leben, als Sreiheit, Liebe, Lied und wein!

3. Und doch die Sreiheit zu verſcherzen, trieb mich's nach einem Throne hin, wie ruh ich fromm an deinem Herzen, du goldgelockte Königin! Die ſchönſten Augen ſollen leben und meiner Hlächte Sterne ſein,: ach, was ſie fordern, was ſie geben, iſt ſüßer noch als Lied und Wein.

4. Und die auf ihren Schätzen brüten, wie lach ich die Philiſter aus ich kann mein volles Herz nicht hüten, und Jedem offen ſteht mein Haus; drin kann ein Bettler Seſte geben, ihr lieben Sreunde, ſchenket ein: Was braucht man mehr, um froh zu leben, als in den Schenken edlen Wein!:

5. Nur quälet Eins mich: Lieb' und Lieder, was wären Beide ohne wein? Und was denn wär' dies Alles wieder, blieb' unſer nicht der freie Rhein! Ob ihn die Seinde rings umgeben auf, zieht die Schwerter, ſchlaget drein: denn ohne Wein kann ich ſchon leben, doch niemals Deutſchland ohne Rhein!: Sriedrich Hornfeck.