eine Staatsprüfung abgelegt werden. Die Tätigkeit als Hochſchul⸗ aſſiſtent nach Abſchluß des Studiums dient der Vervollſtändigung der Fachausbildung.
Der gut ausgebildete Jachgeologe kann als Staatsbeamter wie auch in der Privatwirtſchaft Verwendung finden. Staatliche Stel⸗ lungen gibt es außer an den Hochſchulen bei den geologiſchen Lan⸗ desanſtalten(bzw. bei der zukünftigen geologiſchen Reichsanſtalt). In der Privatinduſtrie haben vor allem die Erdölgeſellſchaften des In- und Auslandes ſtets einen erheblichen Bedarf an Fachgeologen; auch andere Fweige der Rohſtoffinduſtrie und der Technik beſchäf⸗ tigen Geologen. Wer über gute wiſſenſchaftliche Fähigkeiten und eine gründliche Fachausbildung verfügt, der wird bei der jetzt vor⸗ auszuſehenden Entwicklung damit rechnen können, daß er ohne große Schwierigkeiten ein Unterkommen findet.
Als Nebenfach und Ergänzungsſtudium kommt die Geologie und Paläontologie für zahlreiche Zweige der Naturwiſſen⸗ ſchaften in Frage. Insbeſondere ſollte kein Biologe und kein Geograph es verſäumen, ſich einige Kenntniſſe auf dem Gebiet der Geologie und Paläontologie anzueignen; dies ergibt ſich aus dem, was oben über die Beziehungen der Geologie zu den anderen Naturwiſſenſchaften geſagt wurde. Zwar wird die Geologie im Lehrplan der höheren Schulen bisher kaum berückſichtigt; aber die für viele Lehrfächer(Biologie, Urgeſchichte, Geographie) von der jetzigen Feit geforderte geſchichtliche Betrachtungsweiſe läßt ſich ohne geologiſche bzw. paläontologiſche Kenntniſſe nicht durchführen. Es iſt damit zu rechnen, daß die Lehrpläne in Zukunft dementſpre⸗ chend umgeſtaltet werden, und dies muß auch bei der Ausbildung der Lehrkräfte berückſichtigt werden.
Auch für den Chemiker, ſowohl für den Chemielehrer an den Höheren Schulen wie auch für den Fachchemiker an den Hochſchulen und in der Induſtrie, iſt eine Unterrichtung über die geologiſchen Grundlagen der deutſchen Rohſtoffverſorgung vorteilhaft.
Für den Forſt⸗ und Landwirt iſt die Beſchäftigung mit Geologie im Studienplan vorgeſehen. Wer ſich mit dem ausſichts⸗ reichen Gebiet der praktiſchen oder wiſſenſchaftlichen Boden⸗ kunde beſchäftigen will, kann eine eingehende geologiſche Aus⸗ bildung keineswegs entbehren.
Schließlich ſei noch erwähnt, daß auch derjenige, der die Vor⸗ und Urgeſchichte als Hauptfach gewählt hat, notwendiger⸗ weiſe über geologiſche Arbeitsmethoden und über die Grenzgebiete zwiſchen Erdgeſchichte und Urgeſchichte gut unterrichtet ſein muß.
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