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Die Gießener Universitäts-Frauenklinik einst und jetzt / von Erich Opitz
Entstehung
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Die Gießener Universitäts-Frauenklinik einst und jetzt. 51

Unter diesen 29 Operationen treffen 15 auf Operationen wegen Karzinoms, und zwar 9 nach Radikaloperation des Uteruskarzinoms, 1 nach Exstirpation eines Rektumkarzinoms, 1 bei Nierenkarzinom, 1 bei Vulvakarzinom, 2 pei Ovarialkarzinom, und 2 wegen Becken- sarkoms. Ziehen wir auch diese Fälle ab, die noch besonders zu besprechen sind, so bleiben auf 901 Operationen anderer Art, noch 13 Todesfälle übrig. Von diesen Todesfällen entfallen 3 auf Prolapsoperationen, 1 auf Myomoperation, 6 auf Operation wegen Tuberkulose, 3 auf sehr ausgedehnte Operationen, die ich noch unten im einzelnen anführen möchte.

4 Todesfälle sind auf Embolien zurückzuführen, und zwar einer nach Radikaloperation wegen einer chronischen Adnexerkrankung, 1 nach Myom-, 1 nach Prolapsoperation und 1, wie schon erwähnt, nach Sectio caesarea bei gleichzeitiger Herzerkrankung. Es läßt sich feststellen, daß ein Todesfall an bei der Operation erfolgter Infektion bei vorher aseptischen Verhältnissen überbaupt nicht vorgekommen ist und daß sämtliche Todesfälle, die sich sonst ereignet haben, entweder eintraten nach ganz ungewöhn- lich ausgedehnten Operationen oder bei Frauen mit Herz- und Nierenerkrankungen. Also ist tatsächlich mit Ausnahme von 4 Todesfällen an Embolie nicht ein einziger Todes- fall unter dem ganzen großen operativen Material vorgekommen, der ohne weiteres der Operation zur Last gelegt werden könnte.

Um eine Kritik dieser Behauptung zu ermöglichen, füge ich an den entsprechenden Stellen die ausführlichen Krankengeschichten und Sektionsberichte, soweit wir sie erhalten konnten, bei. Ich glaube, auch eine sehr kritische Betrachtung wird die Richtigkeit, der oben angeführten Behauptung erweisen.

Ich möchte diesen zweifellos sehr günstigen Erfolg, der unsere Operationsergebnisse in eine Reihe mit den allerbesten anderwärts erzielten stellt, im wesentlichen den oben geschilderten Maßnahmen zuschreiben, die in ihrer Gesamtheit es ermöglichen, daß man, sobald man gesunde und nicht durch Alter zu hochgradig geschwächte Patientinnen vor sich hat, von fast vollständiger Lebens- sicherheit selbst recht großer Eingriffe sprechen darf.

Ich füge hier zunächst die Krankengeschichten von den wegen

besonders schwieriger oder langdauernder Operationen erfolgter Todesfälle im Auszug bei. Es sind dies die Fälle: