Druckschrift 
Das Studium in Gießen / zusammengestellt von Hans Fritz Schuster ; herausgegeben im Auftrage der Stadt Gießen und des Verkehrsverein Gießen
Entstehung
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hat in der Kleinstadt leichteren Tugang dazu, Assistenten und Dozenten stehen ihm dort eher zur Verfügung, Kameraden führen ihn ein, die Kleinstadt nimmt ihm nicht die beste Zeit weg all das gleicht die oft sparsamere Nusstattung der Studieneinrichtungen mehr als aus. Gewiß für ganz große, auf gedrucktem Material aufgebaute Forschungen reichen die Bücherbestände der kleinstädtischen Uni- versitätsbibliotheken zuweilen nicht aus, aber der Student besonders in den Anfangssemestern kommt kaum in solche Verlegenheiten. Und im Notfalle steht immer noch der vorzügliche Austauschdienst, der Bücher aus sämtlichen Bibliotheken Deutschlands vermittelt, zur Verfügung.

Neben den erwähnten wissenschaftlichen, menschlichen und praktischen Vorzügen, die die kleinstädtische Universität gewährt, stehen noch andere, sagen wir einmal: geistig seelische. Es muß jeder mit sich selbst ausmachen, wie er im einzelnen sein Studium einteilt, nur das Eine steht im nationalsozialistischen Deutschland fest: Zeit zum Verbummeln hat heute keiner mehr. Ich nehme garnicht an, daß die gescheiteren Pxistenzen früherer Zeiten sich von Anfang an das Verbummeln vorgenommen hätten. Sie sind nur so hinein- geschlittert, verloren die Haltung und fanden sich dann nicht wieder zurück. Die kleinstädtische Universität reizt weniger zum Verbummeln

Luftaufnahme von Gießen

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