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Zum anderen ist da die Großstadt, die den einzelnen untertauchen läßt im Gewühl der Menschen, mechanisch verrichtet er seine r⸗ beit, ohne eigentlich zu wissen, warum. Eipne Zeit folgenschwerer Entwicklung hat Hunderttausende von Menschen auf kleinem Raume zusammengeballt, es ist ein tägliches Hasten, Drängen und Schieben dem Boden entwurzelter, heimatloser Menschen.
Demgegenüber ist die mittelgroße und kleinere Stadt mit ihrer Hoch⸗ schule nur in einer bestimmten Landschaft zu sehen und zu ver⸗ stehen. Hier lernt der Student seinen Professor kennen als einen Menschen, der genau wie er selber seine Kräfte schöpfend aus der Verbindung mit der Natur mit seinen Schülern in enger Gemein⸗ schaff arbeitet. Hier sieht der Professor noch das pulsende Leben ebenso wie die Nöte seines Volkes, weiß, wo er mit seiner Arbeit anzusetzen hat und kann deshalb seinen Studenten wirklich etwas geben. Das gleiche gilt für den Studenten, er sieht außerdem den Lehrer, den Xrzt, den Pfarrer nicht als einen Menschen, der auf Broterwerb ausgeht, sondern als den Träger ungeheurer sozialer
Verantwortung.—
Gießen, Altstadt


