Das uclun im nationalſſozialiftiſchen Stact
Don Heinz Jürgen Adam, cand, iur. Fuhrer dor Studentenſchaft der Univ. Gießen
Wenn wir heute die Hochschule in der Landschaft sehen und sie zu ihr in Beziehung bringen, so bedeutet dies gleichzeitig den letzten großen Versuch, der Wissenschaft einen neuen Sinn zu geben. Denn wir stehen nicht an zu erklären— und das ist vor allem die Juf⸗ fassung der jungen Kameraden, die nunmehr aus dem Arbeitsdienst kommen— daß für alle Zukunft keine Wissenschaft mehr eine Daseinsberechtigung bat und damit sehr bald verschwinden muß, deren Porschungen, Uberlegungen und Ergebnisse nicht irgendwie praktisch verwertbar sind, d. h. dem Wohle der Gemeinschaft dienen. Diese ganz nüchterne Heststellung verlangt klare logische Kon⸗ sequenzen.
Wie überall sind auch hier das Wesentliche die Menschen, denen diese Nufgabe anvertraut wird. Gerade so wie das neue Xuslese- prinzip die kommenden Hochschulgenerationen durch eine harte Schule gehen läßt, wird ein strenger Mahstab bei denen anzulegen sein, die heute in der Hochschule stehen und wirken. Das zweite ist die Nufgsabe, die ihrer Gesamtheit für die Hochschule nach großen Ge⸗ sichtspunkten festzulegen ist, für jedes einzelne Hachgebiet aber sach= lich genau bestimmt und klar abgegrenzt sein muß.—
Daraus ergibt sich, daß wir hier Persönlichkeiten brauchen, die frei und selbständig arbeiten können.—
Das bedeutet also eine klare und eindeutige Absage an die großen Hochschulen. Denn dort wird die freie Persönlichkeit unterdrückt, statt ihrer der einzelne zu einer Nummer gestempelt. Einmal gibt es keine Möglichkeit, in kleinen Arbeitskreisen im besten Sinne des Wortes etwas zu erarbeiten. Dafür ist aber in großen Räumen eine Menge von Menschen zusammengepfercht.
2


