Druckschrift 
Festlieder zum 25jährigen Stiftungsfest der Verbindung katholischer deutscher Studenten "Hasso-Rhenania" in Gießen : 17. bis 20. Juni 1908
Entstehung
Einzelbild herunterladen

aff und mir dein junge.,

Junges laß dich

Wander⸗ r Trank,

ein Herz tu's euch ndrer. nernacht ihm

Blut, doch r! Der n halber

d3 dlun entzwei/ t dabei:

4. Beim Roſenwirt am Grabentor da blüht ein fein Gewächs, das heben wir im Glas empor ſchon abends um halb ſechs. Wir heben es gar emſig hoch, wir leeren's auf den Grund um Mitternacht da klingt es noch, ſchallt's noch von Mund zu

Mund: Bierlein rinn ꝛc.:

TTT

XXXII. Thr mögt den Rhein, den ſtolzen, preiſen, der in dem Schoß J der Reben liegt; wo in den? Bergen ruht das Eiſen, da hat die Mutter mich gewiegt. Hoch auf dem Fels die Tannen ſteh'n, im grünen Tal die Herden geh'n, als Wächter an des Hofes Saum reckt ſich empor der Eichenbaum. Da iſt's, wo meine Wiege ſtand! O grüß' dich Gott, Weſtfalenland!

2. Wir haben keine ſüßen Reden und ſchöner Worte Überfluß, und haben nicht ſobald für jeden den Brudergruß und Bruder⸗ kuß. Wenn du uns willſt willkommen ſein, ſ ſo ſchau' aufs Herz, nicht auf den Schein, und ſieh' uns grad' hinein in's Aug'! Gradaus, das iſt Weſtfalenbrauch! Es fragen nicht nach Spiel und Tand die Männer in Weſtfalenland.

3. Und unſ're Frauen, unſ're Mädchen, mit Augen blau wie Himmelsgrund, ſie ſpinnen nicht die Liebesfädchen zum Scherz nur für die müß ge Stund'! Ein frommer Engel hält die Wacht in ihrer Seele, Tag und Nacht. Und treu in Wonne, treu im Schmerz bleibt bis zum Tod ein liebend Herz! Glückſelig, weſſen Arm umſpannt ein Liebchen aus Weſtfalenland!

4. Behüt' dich Gott, du rote Erde, du Land von Wittekind und Teut! Bis ich zu Staub und Aſche werde, mein Herz ſich ſeiner Heimat freut. Du Land Weſtfalen, Land der Mark, wie deine Eichenſtämme ſiard, dich ſegnet noch der blaſſe Mund im Sterben, in der letzten Stund'¹ Du Land, wo meine Wiege ſtand, o grüß' dich Gott, Weſtfalenland!

WTeM-

XXXIII.

n jedem vollen Glaſe Wein ſeh' unten auf dem Grund ich deine hellen A underde ich deine hellen Augelein und deinen ſüßen Mund, und deinen ſüßen Mund.

2. Da trink' ich ſchnell und warte nicht und küſſe dich im Wein,, auf's neu zu ſchau'n dein Angeſicht, ſchenk' ſchnell ich wieder ein.

3. So füll' und leer' mein Gläschen ich und trinke immerzu. Nennt man mich nächſtens liederlich:: die Schuld, mein Schatz, haſt du!