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Festlieder zum 25jährigen Stiftungsfest der Verbindung katholischer deutscher Studenten "Hasso-Rhenania" in Gießen : 17. bis 20. Juni 1908
Entstehung
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XXVI.

Woblauf, die Luft geht friſch und rein, wer lange ſitzt, muß roſten; den allerſonnigſten Sonnenſchein läßt uns der Himmel koſten. Jetzt reicht mir Stab und Ordenskleid der fahrenden Scholaren, ich will zu guter Sommerzeit ins Land der Franken fahren! Valleri, vallera, valleri, vallera, ins' Land der Franken fahren!

2. Der Wald ſteht grün, die Jagd geht gut, ſchwer iſt das Korn geraten, ſie können auf des Maines Flut die Schiffe kaum verladen. Bald hebt ſich auch das Herbſten an, die Kelter harrt des Weines, der Winzer Schutzherr Kilian beſchert uns etwas Feines. Valleri ꝛc.

3. Wallfahrer ziehen durch das Tal mit fliegenden Standarten, hell grüßt ihr doppelter Choral den weiten Gottesgarten. Wie gerne wär' ich mitgewallt, ihr Pfarr' wollt' mich nicht haben! So muß ich ſeitwärts durch den Wald als räudig Schäflein traben. Valeri ꝛc.

4. Zum heil'gen Veit von Staffelſtein komm ich emporgeſtiegen und ſeh' die Lande um den Main zu meinen Füßen liegen; Von Bamberg bis zum Grabfeldgau umrahmen Berg und Hügel die breite, ſtromdurchglänzte Au, ich wollt', mir wüchſen Flügel. Valleri ꝛc.

5. Einſiedelmann iſt nicht zu Haus, dieweil es Zeit zu mähen; ich ſeh' ihn an der Halde draus bei einer Schnitt'rin ſtehen. Verfahrner Schüler Stoßgebet heißt: Herr, gib nns zu trinken! Doch wer bei ſchöner Schnitt'rin ſteht, dem mag man lange winken. Valleri ꝛc.

6. Einſiedel, das war mißgetan, daß du dich hubſt von hinnen, Hoiho! die Pforten brech' ich ein und trinke, was ich finde. Du Valleri dc.

WVEMTVNT'

XXVII.

Woes mit den Grillen und Sorgen, Brüder, es lacht ja der Morgen uns in der Jugend ſo ſchön! Laßt uns die Becher bekränzen, laßt bei Geſängen und Tänzen uns durch die Pilger⸗ welt geh'n, bis uns Cypreſſen umwehn!

2. Flüchtig verrinnen die Jahre, ſchnell von der Wiege zur Bahre trägt uns der Fittig der Zeit. Noch ſind die Tage der Roſen, ſchmeichelnde Lüfte umkoſen Buſen und Wangen uns heut! Brüder, genießet die Zeit!