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Festlieder zum 25jährigen Stiftungsfest der Verbindung katholischer deutscher Studenten "Hasso-Rhenania" in Gießen : 17. bis 20. Juni 1908
Entstehung
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3. Fröhlich zu wallen durchs Leben, trinken vom Safte der

Reben, heißt uns der Wille des Herrn. Auf denn, ihr fröhlichen Zecher, ſingt ſeine Güte beim Becher, Fröhliche ſieht er ſo gern. Preiſet den gütigen Herrn!

4. Sehet, in Oſten und Weſten keltert man Trauben zu Feſten, Gott gab zur Freude den Wein! Gott ſchuf die Mädchen zur Liebe, pflanzte die ſeligſten Triebe tief in den Buſen uns ein. Liebet und trinket den Wein!

5. Dräut euch ein Wölkchen von Sorgen, ſcheucht es durch Hoffnung bis morgen, Hoffnung macht alles uns leicht. Hoff⸗ nung, du ſollſt uns im Leben liebend und tröſtend umſchweben. Und wenn Freund Hein uns beſchleicht, mache den Abſchied uns leicht!

MEDTT'

XXVIII.

Dein Tröpflein mehr im Becher, kein Geld im Säckel mehr,

da wird mir armen Zecher das Herze gar ſo ſchwer. Das Wandern macht mir Pein, weiß nicht, wo aus noch ein; ins Kloſter möcht' ich gehen, da liegt ein kühler Wein, da liegt ein kühler Wein!

2. Ich zieh' auf dürrem Wege, mein Rock iſt arg beſtaubt, weiß nicht, wohin ich lege in dieſer Nacht mein Haupt. Mein' Herberg' iſt die Welt, mein Dach das Himmelszelt, das Bett, darauf ich ſchlafe, das iſt das breite Feld.

3. Ich geh' auf flinken Sohlen, doch ſchneller rei't das Glück; ich mag es nicht einholen, es läßt mich arg zurück. Komm ich an einen Ort, ſo war es eben dort; da kommt der Wind ge⸗ flogen, der pfeift mich aus ſofort.

4. Ich wollt, ich läg' zur Stunde am Heidelberger Faß, den offnen Mund am Spunde und träumt, ich weiß nicht was. Und wollt' ein Dirnlein fein mir gar die Schenkin ſein, mir wär's, als ſchwämmen Roſen wohl auf dem klaren Wein.

5. Ach, wer den Weg doch wüßte in das Schlaraffenland! Mich dünket wohl, ich müßte dort finden Ehr' und Stand. Mein Mut iſt gar ſo ſchlecht, daß ich ihn tauſchen möcht, und ſo's Dukaten ſchneite, das wär' mir eben recht!

WEIT