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3. Liebchen weißt, warum die Bruſt mir ſchmückt ein gelb⸗weiß⸗ rotes Band? Gelb iſt meines Glaubens Farbe, den ich freudig ſtets bekannt. Weiß mir deutet deine Unſchuld, Rot der Liebe heil'gen Bund, den kein Siegel beſſer wahret,„ als ein Kuß von deinem Mund.
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4. Liebchen, glaube meiner Treue! Schau das Band auf meiner Bruſt! Gelb dir ſage daß ich diene meinem Glauben froh bewußt. Rot dir zeige, daß ich opfre Gut und Blut für's Vaterland. Und wer ſo in Treue ſtehet traue ihm, ihm reich die Hand:,
5. Liebchen, nicht um Goldeslohne hör ich auf, dir treu zu ſein, nicht um eine Königskrone; ewig, ewig bleib ich dein! Doch das Schan'n nach hübſchen Mädchen, die ſo freundlich nach mir ſehn, nach den Braunen, nach den Blonden,„ wirſt du mir doch zugeſteh'n.„
TE XVIII.
Burſchen heraus! Laßt es ſchallen von Haus zu Haus! Wenn . der Lerche Silberſchlag grüßt des Maien erſten Tag, dann heraus und fragt nicht viel, friſch mit Lied und Lautenſpiel. Burſchen heraus!
2. Burſchen heraus! Laßt es ſchallen von Haus zu Haus! Ruft um Hilf' die Poeſei gegen Zopf und Philiſterei; dann heraus bei Tag und Nacht, bis ſie wieder frei gemacht! Burſchen heraus!
3. Burſchen heraus! Laßt es ſchallen von Haus zu Haus! Wenn es gilt für's Vaterland, treu die Klingen dann zur Hand, und heraus mit mut'gem Sang, wär es auch zum letzten Gang! Burſchen heraus!
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XIX.
Mein Lebenslauf iſt Lieb und Luſt und lauter Liederklang; ( ein frohes Lied aus heit'rer Bruſt macht froh den Lebens⸗ gang. Man geht bergaus, man geht bergein, heut' grad' und morgen krumm, durch Sorgen wird's nicht anders ſein, was kümm'r ich mich darum! Heida, juchhe! drum kümm'r ich mich nichts drum! Heida, juchhe, drum kümm'r ich mich nichts drum!
2. Das Leben wird, der Traube gleich, gekeltert und gepreßt; ſo gibt es Moſt, wird freudenreich und feiert manches Feſt. Drum zag' ich nicht, engt mir die Bruſt des Schickſals Unmut ein, bald brauſ' ich auf in Lieb und Luſt und werde reiner Wein! „ Heida, juchhe! drum kümm'r ich mich nichts drum!


