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7.„Du Sünder, wüte fort! Bald iſt dein Becher voll; der Nibelungen Hort erſteht wohl, wann er ſoll. Es wird in dir
die Seele grauſen, wann meine Schrecken dich umbrauſen. Ich habe wohl und treu bewahrt den Schatz der alten Kraft und Art!“
8. Erfüllt iſt jenes Wort: der König iſt nun frei, der Nibe— lungen Hort erſteht und glänzet neu! Es ſind die alten uiſiher Ehren, die wieder ihren Schein bewähren: der Väter Zucht und Mut und Ruhm, das heil'ge deutſche Kaiſertum!
9. Wir huld' gen unſerm Herrn, wir trinken ſeinen Wein; die Freiheit ſei der Stern, die Loſung ſei der Rheln Wir wollen ihm aufs neue ſchwören; wir müſſen ihm, er uns gehören. Vom Felſen kommt er frei und hehr, er fließe frei in Gottes Meer!
WEI-
IX.
wiſchen Frankreich und dem Böhmerwald da wachſen unſ're ² Reben. Grüß' mein Lieb am grünen Rhein, grüß' mir meinen kühlen Wein!„ Nur in Deutſchland, nur in Deutſch⸗ land, da will ich ewig leben!,
2. Fern in fremden Landen war ich auch, bald bin ich heim n ſr 1 1 lch, 9 gegangen. Heiße Luft und Durſt dabei, Qual und Sorgen mancherlei— Nur nach Deutſchland tät mein Herz verlangen!
3. Iſt ein Land, es heißt Italia, blüh'n Orangen und Citronen.
Singe! ſprach die Römerin; und ich ſang zum Norden hin: Nur in Deutſchland, da muß mein Schätzlein wohnen!
4. Als ich ſah die Alpen wieder glühn hell in der Morgen ſonne: Grüß' mein Liebchen, gold'ner Schein, grüß' mir meinen grünen Rhein! Nur in Deutſchland da wohnet Freud' und Wonne!
WIVNT X.
Kommt, Brüder! trinket froh mit mir, ſeht, wie die Becher ſchäumen! Bei vollen Gläſern wollen wir ein Stündchen hier verträumen! Das Auge flammt, die Wange glüht, in kühnern Tönen rauſcht das Lied, ſchon winkt der Götterwein! Schenkt ein! Schenkt ein!: Schon winkt der Götterwein! Schenkt ein!:„
2. Doch was euch tief im Herzen wacht, das willl ich jetzt be— grüßen; dem Füobehen ſſß dies Glas gebracht, der Einzigen, der Süßen! Das höchſte Glück ſer Menſchenbruſt das iſt der Liebe
Götterluſt,:„; ſie trägt euch himmelan! Stoßt an!„
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