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Die Großherzoglich Hessische Ludwigs-Universität zu Gießen / M. Biermer
Entstehung
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Die einzelnen Universitäten.

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gärtner, 1 Gartengehilfe. Der botanische Garten und das botanische Institut sind mit 9500 M. dotiert.

15. Zoologie: 1 Ordinarius, 1 Extraordinarius, 2 Privatdozenten, 1 Präparator und 2 Assistenten. Das zoologische Institut, mit 5000 M. dotiert, ist in demselben Gebäude untergebracht, in welchem sich das anatomische Institut befindet.

16. Chemie: 1 ordentlicher Professor, 1 Lehrer für Nahrungs- mittelchemie und technische Chemie, der gleichzeitig Privatdozent ist, 3 Assistenten am chemischen Laboratorium. Das chemische Labo- ratorium, im Jahre 1802 1803 mit einem Kostenaufwand von 225 000 M. erbaut, ist mit 11 500 M. dotiert, aus welcher Summe 2 Institutsdiener zu bezahlen sind.

17. Physikalische Chemie: 1 Ordinarius und 2 Assistenten. Das physikalisch-chemische Institut, welches tatsächlich auch als zweites chemisches Laboratorium funktioniert, nimmt den einen Flügel des im Jahre 1900 mit einem Kostenaufwand von 404 000 M. errich- teten neuen physikalischen Institutsgebäudes ein. Die laufenden Kosten für die gemeinschaftliche Verwaltung beider Institute betragen 7700 M. Für das physikalisch-chemische Laboratorium sind fernerhin 4550 M., aus welcher Summe der Diener zu bezahlen ist, vorgesehen.

18. Physik: 1 Ordinarius und 1 Privatdozent, der gleichzeitig Assistent ist und 1 weiterer Assistent. Das physikalische Institut

ist für sachliche Ausgaben mit 4000 M. dotiert.

Die Universitätsbibliothek beruht zum Teil auf der Senken- bergschen Stiftung und ist, was die laufenden sachlichen Kosten an- betrifft, mit 23 200 M. dotiert. Das Bibliothekspersonal, welches an Besoldung 20 800 M. in Anspruch nimmt, besteht aus einem Ober- bibliothekar als Direktor, 3 Kustoden, 2 Assistenten, einem außer- ordentlichen Hilfsarbeiter und einem Diener. Das neue Universitäts- bibliotheksgebäude, welches 526 000 M. gekostet hat, wird, wie schon an anderer Stelle hervorgehoben, im Herbst 1904 seiner Bestimmung

übergeben.

*) Die Institute zu 113 befinden sich mit Ausnahme des kunstwissenschaftlichen Instituts im Kollegienhause; doch sollen das landwirtschaftliche Institut und das geo- graphische Institut in dem 1904 freiwerdenden Bibliotheksgebäude untergebracht werden. Eben dahin kommt dann das botanische Institut, welches gegenwärtig mit dem physio- logischen Institut vereinigt ist. Für den Umbau des alten Bibliotheksgebäudes sind

35 000 M. ausgeworfen.