Druckschrift 
Die Großherzoglich Hessische Ludwigs-Universität zu Gießen / M. Biermer
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Die Großherzogl. Hessische Ludwigs-Universität zu Gießen.

71

³◻

Im Etat für 1904/5 ist eine weitere Professur(Extraordinariat) für alte Geschichte eingesetzt. Das historische Seminar, das aus einer Abteilung für mittlere Geschichte und aus einer solchen für Geschichte der Neuzeit besteht, ist im Jahre 1873 gegründet worden und ist mit 1000 M. dotiert.

3. Klassische Philologie: 2 Ordinarien. Es besteht seit 1812 ein philologisches Seminar und seit 1878 ein philologisches Proseminar, letzteres mit einem Assisenten(1200 M.). Der Staatszuschußs beträgt für beide Seminare 3200 M.

4. Neuere Philologie: 2 Ordinarien, 1 Extraordinarius und 2 Lektoren. Es besteht seit 1870 ein praktisches Seminar für neuere Philologie(200 M.) und seit 1886 ein germanisch-romanisches Seminar (700 M.).

5. Vergleichende Sprachwissenschaft und orientalische Philologie: 1 Ordinarius und 1 Extraordinarius. Für ersteres Fach besteht seit 1800 ein sprachwissenschaftliches Seminar, mit 150 M. dotiert.

6. Kunstgeschichte: 1 Ordinarius mit einem archäologischen Institut(1000 M.) und einem kunstwissenschaftlichen Institut(600 M.).

7. Staatswissenschaft und Statistik: 1 Ordinarius und 1 Privatdozent. Seit 1900 ein staatswissenschaftlich-statistisches Seminar mit einer staatswissenschaftlichen Bibliothek(1000 M.).

8. Ein musikalisches Institut(600 M.).

9. Geographie: 1 Ordinarius mit einem geographischen Institut (800 M., darunter 200 M. für Exkursionen).

10. Mathematik und mathematische Physik: 2 Ordinarien, lordentlicher(aber besoldeter) Honorarprofessor und 1 Extraordinarius mit einem mathematischen Seminar(seit 1863), einem mathematischen Kabinett(500 M.), einem mathematisch-physikalischen Kabinett(600 M.) und einem geodätischen Kabinett(300 M.). Ein astronomisches Institut fehlt.

11. Landwirtschaft: 1 Ordinarius mit 1 Assistenten. Für das landwirtschaftliche Institut sind 2540 M. ausgesetzt.

12. Forstwissenschaft: 2 Ordinarien und 1 Assistent, im Etat für 1904/5 ist eine dritte(außerordentliche) Professur für Forst- wissenschaft vorgesehen. Es besteht ein Forstinstitut(2450 M.) und ein Forstgarten mit einem Forstgartenaufseher und einem Gebilfen.

13. Mineralogie und Geologie: 1 Ordinarius und 1 Assistent. Das mineralogische Institut ist mit 2000 M. dotiert.

14. Botanik: 1 Ordinarius, 1 Assistent(1200 M.), 1 Universitäts-