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Die Großherzoglich Hessische Ludwigs-Universität zu Gießen / M. Biermer
Entstehung
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Die einzelnen Universitäten.

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in Gießen 10 Jahre lang inne hatte, und der berühmte Lehrer des Wechselrechts Achilles Renaud(1820 84), von 184852 Ordinarius der Gießener juristenfakultät, in Betracht. Unter den Juristen des letzten halben Jahrhunderts ragen hervor der Kriminalist, Rechts- historiker und langjährige Kanzler der Universität Joh. Michael Franz Birnbaum, in Gießen von 1840 75, der in Wien kürzlich verstorbene Rechtshistoriker Heinrich Siegel, in Gießen von 185357, der Kriminalist Ad. Merkel, in Gießsen von 1858 68, dann Hermann Seuffert(1836 1902), ebenfalls Kriminalist, der ausgezeichnete Lehrer des Zivilrechts Ernst Wilh. Eberh. Eck(1838 1901), beide freilich verhältnismäßsig nur kurze Zeit in Gießen wirksam, und als berühmtester von allen Rudolf v. Jhering(1318 92), in dessen überaus erfolgreiche Gießener Lehrtätigkeit(1852 68) die Abfassung seines Hauptwerkes Geist des römischen Rechts fällt.

Unter den Nationalökonomen der Gießsener Universität ist der bedeutende Kameralist Joh. Aug. Schlettwein(1731 1802) bereits oben erwähnt worden. Ihm an Bedeutung mindestens ebenbürtig war sein zweiter Nachfolger Friedr. Schmitthenner(1700 1850), der von 1828 bis zu seinem Tode in Gießsen wirkte und von Staatsrechtslehrern und Nationalökonomen als scharfsinniger und selbständiger Denker noch heute hoch bewertet wird.

Als angesehene Lehrer der Medizinischen Fakultät wirkten in Gießsen der Anatom und Physiologe Theod. Ludw. Bischoff 184455, in München 1882, der Chirurg Ad. Wernher( 1883, in Gießen 1856 78), Heinr. Bose ebenfalls Chirurg und Spezialschüler von Langenbeck( 1900), der innere Kliniker Eugen Seitz, in Gießen bis 1872, 18909, und endlich der Gynäkologe Herm. Löhlein seit 1888 1901).

Unter den Gießener Philologen ragen hervor die klassischen Philologen Ludw. Lange(1850 71) und Ed. Lübbert(186574), der Germanist Friedr. Ludw. Karl Weigand(1840 78) und der Vertreter der romanischen Sprachen Ludw. Lemcke(1867 84). In Gießen dozierten ferner die Zoologen Karl Vogt(184750) und Rud. Leuckart (1850 60), der Botaniker Herm. Hoffmann, in Gießen von 184291. Den Lehrstuhl der Forstwissenschaft zierten von 182434 Joh. Christ. Hundeshagen, unter dem die Forstschule 1831 mit der Universität vereinigt wurde, und Karl Heyer, der[835 Professor der Forstwissen- schaft wurde und 1856 in Gießen starb. Als Forschungsreisender weithin bekannt war Robert von Schlagintweit, der von 186385

Dozent an der Universität war. Aus der Zeit der Architekturabteilung