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Die kath.-theol. Fakultäten zu Tübingen und Gießen. 203
aus Tübingen überkommenen Geistesrichtung und nicht zu- letzt gemäß der mit Professor Kuhn ihn verbindenden Freund- schaft die Regelung der theologischen Verhältnisse zu Mainz eine andere geworden. Ohne in Prophetien aus Vergangenem über Vergangenes sich zu ergehen, wird man hinzufügen dürfen: auch die Geschichte der Gießener Fakultät hätte nach 1850 anders sich gestaltet.
Schon ein Jahr nach Kettelers Amtsantritt sollte die Mainzer Lehranstalt(1. Mai 1851) neu auferstehen und „unter dem 8. Mai 1851 kam das erste und letzte amtliche Dokument in Sachen der theologischen Fakultät nach Gießen, ein Schreiben des Bischöflichen Ordinariats zu Mainz, die Todesbotschaft für die Fakultät enthaltend“ ¹). Die Rollen
varen gegenüber 1830 vertauscht. Das Los, das damals der
theologischen Lehranstalt in Mainz mit der Gründung der Gießener Fakultät zugedacht war, wurde jetzt dank dem raschen und unbeugsamen Handeln des neuen Bischofs der Fakultät zuteil. Kein Theologiestudierender erschien im Sommer 1851 mehr in Gießen. Die Lehrerschaft war ohne Hörerschaft. Es gab für die Fakultät keine weitere Ent- wicklung mehr, nicht einmal ein Leben mehr. Sie war tot und brauchte nur noch begraben zu werden.
Ein letzter Tübinger sollte die Gießener Fakultät zu Grabe geleiten: Franz Anton Scharpff), 1850/51 Dekan der Pakultät and Rektor der Universität. Geboren 1809 zu Ans- bach, später in Ellwangen, 1828/32 Studierender der Theo- logie an der Universität Tübingen, erhielt er 1829 den preis der philosophischen und 1831 neben Hefele) den der
1) Lutterbeck 84; Pfülf, Ketteler I, 233 ff.; Vigener, Fakultät 68 ff.
2) Nehers 52; J. Zeller, Franz Anton Scharpff: Ellwanger Jahrbuch, hrsg. vom Geschichts- und Altertumsverein Ellwangen, Jahrg. 1910, 73 f.
3) Vgl. F. X. Funk, Karl Joseph von Hefele, ThO. 1894, 3.


