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(17. Januar 1838) Privatdozent der katholisch-theologischen Fakultät Tübingen wurde, dann der Rektor der Universität, Scheurlen, Professor Mack, Kuhn, Welte. Von Lichtenstein „sagte man sich hernach, daß er Hefele, der seine Sache glanzvoll durchgefochten, ehrenvolle Assistenz geleistet habe“. Nach Verwendung(ordiniert 11. Sept. 1839) als Vikar in Weingarten und Stuttgart, wurde Lichtenstein 1842 Hof- meister der Söhne des Fürsten von Waldburg-Zeil. Hier also fand ihn Oehlers Anerbieten für eine Gießener Professur. Der Plan, dessen nächstmögliche Erfüllung Leopold Schmid in seinem Dankesschreiben an Oehler zurückgestellt hatte, kam auch später nicht zur Verwirklichung. 1848/56 war Lichtenstein Direktor des von ihm gegründeten wissenschaft- lichen Erziehungsinstituts zu Neutrauchburg bei Isny, dann auf Reisen in Italien, Frankreich und England; nach seiner Rückkehr erhielt er am 1. Juli 1858 die Pfarrei Merazhofen, 3. Dezember 1860 wurde er Stadtpfarrer in Weingarten, seit 12. Juli 1863 zugleich Dekan für Ravensburg und seit 1862 Abgeordneter des Bezirkes Gmünd, gest. 11. Jan. 1866.
Wir kehren zu Oehler selbst zurück. Ein Entwurf zu dem Antwortschreiben, das Oehler, wie erwähnt, unter dem 11. Au- gust 1843 an Schmid abgehen ließ, ist in Oehlers Nach- laß nicht mehr vorhanden. Seine Erklärung wird ganz ähn- lich gelautet haben, wie der oben mitgeteilte Brief, der die Ablehnung der Tübinger Berufung von 1840 enthielt. Oehler verblieb zunächst noch im höheren Schuldienst. Kaum 1 ½ Jahre später wurde er(5. März 1845) in den katholischen Kirchenrat nach Stuttgart berufen ¹).
1) Am 31. Okt. 1845 ward Oehler zum Dr. theol. h. c. der kath.- theol. Fakultät Tübingen promoviert. Prof. Kuhn, damals Dekan der Fakultät, schreibt an Oehler:
Tübingen, 31. Okt. 1845.
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